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BRAD BINDER STEHT VOR DEM AUS BEI MOTO GP, WÄHREND KTM 2027 EINEN KOMPLETTEN WERKSAUFBau-RESET PLANT

1d ago·

Brad Binders MotoGP-Zukunft scheint sich dem Ende zu nähern: Sein KTM-Vertrag läuft zum Jahresende 2026 aus, ohne dass es einen klaren Weg zu einem neuen Team in der Königsklasse gibt. Der Südafrikaner, der seit seinem Debüt 2020 bei dem österreichischen Werksteam eng mit KTM im MotoGP-Projekt verbunden war, gilt nun weithin als Kandidat, um sich anderweitig umzusehen – vor allem mit einem Wechsel in die Superbike-WM für 2027.

KTM arbeitet derweil bereits an einer Neuausrichtung der Werksstruktur. Nächstes Jahr soll das Team mit einer komplett neuen Besetzung an den Start gehen: Alex Marquez und Fabio Di Giannantonio ersetzen Binder, während auch Pedro Acosta – der mit Ducati in Verbindung gebracht wird – Teil des größeren Umbaus sein soll. Parallel wird erwartet, dass KTM sich mit Tech3 über die Veränderungen im Satellitenteam einigt; Berichten zufolge geht es dabei um Ersatz für Maverick Vinales und Enea Bastianini.

Binds Lage wird als selbst verschuldet dargestellt: Trotz seiner Erfolge habe er nicht die Art von Marktinteresse erzeugt, die ihm hätte helfen können, die Aufmerksamkeit anderer MotoGP-Teams auf sich zu ziehen. Er ist zweifacher MotoGP-Grand-Prix-Sieger und hat 11 Podestplätze aus 125 Starts in der Premier Class vorzuweisen, doch Berichten zufolge gibt es derzeit kein MotoGP-Team, das an einer Verpflichtung Binders interessiert ist. Stattdessen heißt es, er sei entschlossen, seine Karriere auf einer Ducati in der World Superbike Championship fortzusetzen – entweder über einen Werksweg oder über ein unabhängiges Team wie Marc VDS.

Die Berichte verknüpfen Binders fehlenden Auftrieb zudem mit den kommerziellen Prioritäten der MotoGP-Führung. Liberty Media, das die Vermarktungsrechte an der Meisterschaft besitzt, wird als „verzweifelt“ beschrieben, nach Fahrern zu suchen, die dazu beitragen können, die Serie in englischsprachigen Märkten stärker zu machen. Die Argumentation: Mehr Sichtbarkeit für MotoGP unterstützt das Umsatzwachstum – und dieser Bedarf habe sogar eine Rolle bei Verhandlungen mit den Herstellern über ein neues gemeinsames Vermarktungspaket gespielt.

Vor diesem Hintergrund wird Jack Miller als langjährig bevorzugte Option von Liberty für das englischsprachige Publikum hervorgehoben. Miller wurde als Schlüsselfigur in diesen Märkten dargestellt; zudem wird die Idee genannt, dass die MotoGP-Betreiber ihn in seinen Bemühungen unterstützt hätten, seine Karriere in der Premier Class im Jahr 2025 zu schützen. Da Cal Crutchlow nicht mehr im Rampenlicht stand, wurde Miller zu einem der lautstärksten englischsprachigen Stimmen im Feld und blieb bei Fans und Medien aufgrund seiner Persönlichkeit beliebt.

Binder konnte diese Rolle jedoch nicht übernehmen. Die Berichte deuten darauf hin, dass Binders „fehlende Marktattraktivität“ bedeutete, dass selbst Liberty Media nicht einschritt, um ihm eine neue MotoGP-Heimat zu ermöglichen. Anders gesagt: Die kommerzielle Strategie der Meisterschaft könnte nicht gegen das Fehlen von breitem Team-Interesse ankommen.

Blick nach vorn: Auch Miller soll 2027 in die World Superbike Championship wechseln, nachdem er seinen Pramac-Spot verloren hat. Yamaha gilt dabei als Favorit, den Platz an Moto2-Talent Izan Guevara zu vergeben. Da Millers Zukunft nicht mehr in der MotoGP liegt, sollen die Bosse von Liberty auf der Suche nach einem weiteren englischsprachigen Gesicht sein – und laut den Berichten könnte Moto2-Ausnahmetalent Senna Agius bereits als Kandidat identifiziert worden sein. Bevor Agius’ Gespräche mit Tech3 über eine MotoGP-Chance für 2027 Fahrt aufnahmen, gab es zudem Berichte, dass Pramac gebeten worden sei, eher Agius als Guevara zu verpflichten.

Zum Schluss knüpfen die Berichte die Suche nach einem australischen Aushängeschild an Timing und Geografie: MotoGP brauche in der kommenden Saison einen Australier im Grid – insbesondere, weil der Australian Grand Prix von Phillip Island auf die Stadtstrecken in Adelaide verlegt wird. In diesem Umfeld bedeutet Binders Unfähigkeit, bis Ende 2026 eine MotoGP-Zukunft zu sichern, dass die kommerzielle und sportliche Planung der Meisterschaft für 2027 auf andere Fahrer umschwenken muss.

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