CRUTCHLOW UND JORGE MARTIN TAUSCHEN HELME IM BALATON PARK
4h ago·
Cal Crutchlows Rückkehr in das MotoGP-WM-Abenteuer geht weiter: Der 40-jährige Brite wird auch bei den nächsten Rennen in Brünn und Assen zum Einsatz kommen. Der Schritt erfolgt nach Verletzungen von Johann Zarco; Crutchlow wird vorerst als erfahrener Ersatzfahrer eingesetzt.
Das neueste Kapitel seines Comebacks schrieb sich am Balaton Park Circuit am Ufer des Plattensees: Dort teilten sich Crutchlow und Aprilia-Pilot Jorge Martin einen besonderen Moment abseits der Strecke. Noch bevor es beim Sonntags-Hauptrennen zu dem Vorfall kam, der bereits für Schlagzeilen sorgte, trafen sich die beiden Figuren aus dem Fahrerlager in einem Wohnmobil und organisierten einen Helmtausch. Ebenfalls vor Ort war der US-Rennveteran Randy Mamola, dessen Sohn Dakota bei den Rennen arbeitet und als Assistent von Crutchlow tätig ist.
Im Rahmen des Austauschs ergänzten Martin und Crutchlow jeweils persönliche Notizen auf dem Helm des anderen. Martin, dessen Helm-Design sich nach dem Ende seiner Red-Bull-Zeit verändert hat, schrieb: „Es war großartig, zwei weitere Legenden zu meiner Sammlung hinzuzufügen.“ Crutchlow wiederum signierte das Visier mit einer Botschaft an Martin: „Jorge! Viel Glück, mein Freund. Du bist eine Legende!“ Auch Martin erwiderte die Geste auf Crutchlows Helm und kritzelte: „Eine Ehre, die Strecke mit einer Legende wie dir zu teilen. Martinator.“
Das Treffen hatte zusätzliches Gewicht, weil die beiden Fahrer in den vergangenen Jahren keine direkten Rivalen gewesen sind. Martin wurde erst 2021 zum regelmäßigen MotoGP-Starter, als er zu Pramac-Ducati wechselte. Zu diesem Zeitpunkt war Crutchlows Vollzeit-Karriere bei LCR Honda bereits im Auslaufen. Nach seinem Einsatz als Stammfahrer fuhr Crutchlow ab 2021 weiter in der MotoGP – mit neun Auftritten als Ersatz- und Testfahrer für Yamaha.
Nachdem Crutchlow nun für Brünn und Assen bestätigt ist, bot der Helmtausch am Balaton Park Circuit einen Einblick in die Kameradschaft und den Charakter, der Teile des MotoGP-Fahrerlager weiterhin prägt – eingefangen in den handschriftlichen Tributbotschaften, die zwei der lautstärksten Persönlichkeiten des Zirkus sich gegenseitig austauschten.