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MOTOGP HÄLT ARAGON AUF DEM KALENDER 2027, TURKISCHS RÜCKKEHR JETZT ABER UNGEWISS

5h ago·

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Der MotoGP-Kalender für 2027 hat erneut Konturen bekommen: Der Weltverband bestätigte, dass der Große Preis von Aragon im Programm bleibt. Das könnte die Rückkehr der Türkei erschweren. MotorLand Aragon war ursprünglich nach dem Rennen 2026 vom Kalender verschwinden sollen, weil der Vertrag auslaufen sollte – nun wurde er jedoch um mindestens ein weiteres Jahr verlängert. Zudem wurde festgelegt, dass Aragon zwischen 2028 und 2031 in eine Art Reserve-Rolle wechselt: Dann springt die Strecke ein, falls die Serie für einen weiteren Lauf einen Ersatz benötigt.

Die Entscheidung wird mit Liberty Media in Verbindung gebracht, das weithin als Einflussfaktor bei der Wahl gilt, Aragon beizubehalten. Als Begründung wird berichtet, dass MotoGP im kommenden Jahr nicht nach Balaton Park zurückkehren werde. Daher sei es als sicherer angesehen worden, Aragon zunächst zu behalten, statt den Ungarn-Grand-Prix sofort vom Hungaroring auszurichten. Der Hungaroring-Plan wurde so beschrieben, dass vor einer MotoGP-Austragung erst Zeit für sicherheitsrelevante Änderungen benötigt werde.

Auch finanzielle Aspekte spielten eine Rolle: Aragon zahlt MotoGP für die erneute Austragung eines Grand Prix 2027 eine bestätigte Summe von 12 Millionen Euro (10,5 Millionen Pfund). Laut Berichten habe Liberty Media zudem davon abgesehen, eine höhere Hosting-Gebühr zu verlangen. Es heißt, Liberty-Media-Manager seien in die Verhandlungen mit MotorLand Aragon im Verlauf des vergangenen Jahres eingebunden gewesen.

Für Pramac-Yamaha-Pilot Toprak Razgatlioglu ist die Verlängerung in Aragon potenziell eine schlechte Nachricht. Die Meldung argumentiert, dass die Beibehaltung von Aragon im Kalender 2027 die Chancen verringere, dass MotoGP eine Vereinbarung mit Istanbul Park trifft, um den Türkischen Grand Prix wiederzubeleben – ein Szenario, für das Razgatlioglu sich einsetzt. Razgatlioglu und sein Agent Kenan Sofuoglu arbeiten seit geraumer Zeit daran, die Bemühungen von Istanbul Park zu unterstützen, MotoGP so bald wie möglich zurückzuholen. Zuletzt fand 2007 in der Türkei ein Rennen statt, ebenfalls in Istanbul Park, als Casey Stoner die dritte Ausgabe des Grand Prix gewann.

Razgatlioglu hatte seine Hoffnungen bereits zu Jahresbeginn angesprochen und im April gegenüber MotoMatters gesagt: „Vielleicht nächstes Jahr, vielleicht 2028. Ich weiß es nicht, aber wir werden sehen. Wenn wir dieses Jahr noch mehr verbessern, dränge ich auf ein Rennen nächstes Jahr! Denn ich brauche ein gutes Ergebnis vor heimischem Publikum, du weißt schon?“ Da Aragon nun für 2027 gesichert ist, deutet der Bericht darauf hin, dass 2028 das realistischste Zeitfenster werden könnte, in dem Razgatlioglu wieder in der Heimat fahren kann – auch weil der aktuelle Kalender eine schnelle Rückkehr nach Istanbul Park weniger wahrscheinlich macht.

Mit Blick auf den Gesamtfahrplan kehrt MotoGP 2027 zudem nach Argentinien zurück: Nach einer Vereinbarung für Buenos Aires, vorausgesetzt, dass der Autodromo Oscar y Juan Galvez die notwendigen Arbeiten zur Austragung des Events abschließt. Das würde laut Bericht bedeuten, dass MotoGP den Kalender auf 23 Rennen erweitern müsste, wenn zusätzlich auch die Türkei aufgenommen werden soll.

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