NEIL HODGSON UNTERSTÜTZT NICOLO BUGLEGA ALS MÖGLICHEN MOTOGP-DUNKELPFERD
20h ago·

Neil Hodgson glaubt, dass Nicolo Bulega in der MotoGP-Saison 2025 für Überraschungen sorgen kann, und bezeichnet den Italiener für sein Rookie-Jahr als möglichen „Dark Horse“. In seinem Auftritt beim Podcast „Gas It Out“ begründete der Weltmeister von 2003 im Superbike seine Prognose mit Bulegas Vorbereitung bei Ducati und mit der Art, wie er fährt – und sagte, er erkenne eine klare Ähnlichkeit zu Jorge Lorenzo.
Hodgson machte darauf aufmerksam, dass Bulega bereits tief in die Entwicklungsarbeit am 850-ccm-Projekt von Ducati eingebunden ist, und argumentierte, dass ihn das in eine starke Position bringen sollte, wenn die neuen MotoGP-Regeln in Kraft treten. „Wir wissen genau, dass Bulega die Tests für die 850cc macht“, sagte Hodgson. Der entscheidende Vorteil sei dabei nicht nur die gefahrene Kilometerzahl, sondern wie sich diese in ein Motorrad übersetze, das zu seinem Fahrstil passt. Er erklärte, dass Bulegas Testarbeit ihm geholfen habe, „das Bike für seinen Fahrstil zu entwickeln“, und deutete an, dass Bulegas flüssiger, markanter Ansatz schnell in die Königsklasse übertragen werden könnte.
Um seinen Punkt zu verdeutlichen, beschrieb Hodgson Bulegas superstock-ähnliche Technik und hob hervor, wie der Italiener das Motorrad „mit den Rädern in einer Linie“ hält und wie er „in den Bremszonen richtig weit hinten sitzt“. In Hodgsons Augen sind diese Eigenschaften „sehr Jorge-Lorenzo-typisch“, und er ist überzeugt, dass Bulegas Feedback und Kommentare das Motorrad in die Richtung lenken werden, die er braucht. „Alle seine Kommentare werden das Bike in seine Richtung steuern“, sagte Hodgson abschließend und meinte, Bulega könne „nächstes Jahr ein echter Dark Horse sein“.
Auch der Hintergrund der Entwicklung ist bedeutsam: Bulega wird stark mit einem Platz im Team von Valentino Rossi (VR46 Racing) für 2027 in Verbindung gebracht. Berichten zufolge finalisiert Ducati dabei „einige Unstimmigkeiten“ im geplanten Deal. Hodgson betonte zudem, dass Bulega innerhalb des Ducati-Lagers wohl der bestvorbereitete Fahrer für den Übergang 2027 sei – vor allem, weil er die Testrolle innehat.
Während Hodgsons Optimismus in Entwicklung und Fahrcharakter begründet ist, war der Weg für Bulega in die MotoGP nicht geradlinig. Die Quellen berichten, dass er sechs Jahre in den leichten und mittleren Grand-Prix-Kategorien verbracht habe, ohne ein Rennen zu gewinnen. Dennoch wird VR46-Teamchef Pablo Nieto mit der Aussage in Verbindung gebracht, dass Bulega auch in der MotoGP erfolgreich sein könne – als Beleg nannte er dabei Quartararo und dessen Durchschnittsleistung in der Moto2.