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PEDRO ACOSTA SAGT, MOTO GP HABE NACH VALENTINO ROSSSIS AUSSCHEIDEN ZUSCHAUER VERLOREN

2h ago·

🇬🇧

Pedro Acosta sagt, MotoGP habe „viele Fans verloren“, nachdem Valentino Rossi am Ende der Saison 2021 zurückgetreten sei. Er argumentiert, dass der Sport es schwer gehabt habe, eine seiner größten Mainstream-Zugkräfte zu ersetzen. In dem Podcast „Gypsy Tales“ verwies Acosta auf Rossis besondere Reichweite über die üblichen Grand-Prix-Fans hinaus: Selbst Menschen, die nie ein Rennen gesehen hätten, dürften wahrscheinlich gewusst haben, wer Rossi ist.

Acostas Aussagen fielen im Kontext der größeren Herausforderung, die Zuschauerschaft von MotoGP in der Zeit nach Rossi auszubauen. Er schlug vor, dass Liberty Media – in dem Bericht als treibende Kraft genannt, die MotoGP verbessert habe – den eingeschlagenen Weg weitergehen und in eine Richtung wie die Formel 1 einschlagen solle. Er räumte ein, dass MotoGP seit der Beteiligung von Liberty Media Fortschritte gemacht habe, betonte aber, dass die Lücke zur F1 weiterhin deutlich sei. „Momentan denke ich, dass die Formel 1 und, meiner Meinung nach, Supercross eine unglaubliche Show abliefern“, sagte Acosta und fügte hinzu, MotoGP sei „immer noch ziemlich weit weg von dem, was die Formel 1 kann“.

Aus Acostas Sicht wäre ein konkreter Schritt, in Märkte zu expandieren, die dem Sport helfen können, weiter zu wachsen. Er forderte Liberty Media ausdrücklich auf, MotoGP „in Richtung der Formel 1“ zu lenken, indem man mehr Events in Ländern veranstaltet, die Interesse aufbauen können. Auf die Frage, ob Miami ein MotoGP-Wochenende beherbergen könnte – nach dem Erfolg der Formel 1 dort – antwortete Acosta positiv: „Es wird für den Sport ziemlich cool sein, wenn wir versuchen, in Richtung der Formel 1 zu gehen.“ Außerdem stellte er Rossis Abschied als Wendepunkt für das Fan-Engagement dar: „Vielleicht haben wir viele Fans verloren, die wir vor zehn Jahren hatten, als Valentino noch dabei war.“

Der Bericht enthält zudem die Einschätzung von Ducati-Teamchef Davide Tardozzi, der die Abwesenheit von Rossi aus dem Grid als „Problem“ für MotoGP bezeichnete. Seine Sorge: Die Königsklasse biete inzwischen weniger Anziehung für jüngere Fahrer, wenn es darum geht, den Weg in Richtung MotoGP einzuschlagen.

Während Acosta vor allem über Publikumswachstum und Kalenderstrategie sprach, griff die Quelle auch eine weitere, vom Fahrerlager getriebene Idee auf: die Veränderung der Struktur von Sprint-Rennen. Der Bericht nennt als Vorschlag, der zunehmend Unterstützung findet, dass Sprints nur noch bei einer begrenzten Anzahl von Rennwochenenden stattfinden sollen – statt bei jedem Event. Er verweist dabei auf die Unterstützung des Fahreragenten Carlo Pernat für die Idee. Pernat argumentiert, es sei „lächerlich“, von den Konkurrenten zu erwarten, dass sie an 44 Rennen innerhalb einer einzigen Saison teilnehmen.

Insgesamt machen die Kommentare zwei miteinander verknüpfte Themen deutlich: MotoGP muss nach Rossis Rücktritt seine größere Attraktivität wieder aufbauen, und zugleich soll das Rennwochenende-Format weiter verfeinert werden – beides mit dem Ziel, das Produkt sowohl für Fans als auch für Fahrer zu stärken.

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