PEDRO ACOSTA HOLT POLLAGE BEIM MOTOGP CATALAN GP, APRILIA-CRASHES PRÄGEN DAS QUALIFYING
16 May·

Beim MotoGP-Grand-Prix von Katalonien in Barcelona hat Pedro Acosta die Pole Position geholt und damit die zweite Pole seiner MotoGP-Karriere eingefahren. Der KTM-Werkspilot dominierte die Qualifikation am Samstag über weite Strecken und setzte sich am Ende mit einer Zeit von 1:38.068 durch. Acosta hatte bereits am Freitag die Trainingssitzungen angeführt und konnte diese Form in die 15-minütige Qualifying-Session übertragen. Sein Vorsprung auf die Konkurrenz betrug am Ende rund ein Viertel einer Sekunde.
Im Qualifying zeigte sich Acosta zunächst als konstant Schnellster: Er führte die Session von Beginn an an und verbesserte seine Zeit schrittweise. In Q2 gelang ihm dann ein besonders starker Auftakt: Gleich zu Beginn der zweiten Qualifikationsphase stellte er auf seiner ersten schnellen Runde einen neuen Maßstab auf und lag damit zunächst deutlich vor den Verfolgern. Franco Morbidelli, der für das VR46-Team auf einer Ducati fuhr, wurde schließlich Zweiter und sicherte sich damit eine überraschend starke Position in der Startaufstellung. Morbidelli hatte zuvor den Weg über Q1 nehmen müssen, um in Q2 zu kommen, und profitierte in der entscheidenden Phase von seiner Pace.
Die erste Reihe wurde komplettiert von Alex Marquez. Der Gresini-Fahrer, der als Titelverteidiger des Catalan GP gilt, hatte zuvor bereits im Sprint die Oberhand behalten und startete am Sonntag von Platz drei. Damit treffen im Rennen an der Spitze verschiedene Teams und Hersteller aufeinander: KTM mit Acosta, Ducati mit Morbidelli und Marquez sowie weitere starke Kandidaten dahinter.
Hinter der Spitze entwickelte sich das Qualifying jedoch auch zu einer Bühne für Zwischenfälle. Besonders einschneidend war der Tag für die Aprilia-Werksfahrer. Marco Bezzecchi, der als WM-Spitzenreiter in die Session gegangen war, stürzte in Q2 bei Turn 2 und wurde anschließend in der Startaufstellung nach hinten durchgereicht. Auch Jorge Martin, ebenfalls Aprilia, kam nach einem schweren Sturz nicht in den entscheidenden Bereich und qualifizierte sich nur auf Rang neun. Die Aprilia-Probleme wurden damit zu einem zentralen Thema für den Sonntag.
Im Verlauf von Q2 kam es zudem zu einem weiteren Wechsel an der Spitze: Marquez verdrängte Acosta kurzzeitig von Rang eins, bevor Acosta unmittelbar mit einer erneuten Verbesserung zurückschlug und sich einen kleinen, aber entscheidenden Vorsprung herausarbeitete. Mit Blick auf die letzten Minuten gelang es Acosta trotz weiterer Verbesserungsversuche anderer Fahrer, seine Position zu halten und sich die Pole zu sichern. Laut Bericht war dies für Acosta die erste Pole seit dem Japan-GP 2024.
Auch die weiteren Startplätze spiegelten die enge Leistungsdichte wider. Johann Zarco führte das Honda-Aufgebot an und startet von Platz fünf. Fabio Di Giannantonio wurde Sechster. Dahinter folgten Quartararo auf Platz sieben und Brad Binder auf Platz acht. Binder war damit der zweite KTM-Fahrer neben Acosta, der es in Q2 schaffte.
Für die Startaufstellung bedeutete das Qualifying außerdem, dass einige Favoriten nicht in den Top-Bereich vorstoßen konnten. Francesco Bagnaia, der zwar seinen Platz im Rennen absichern konnte, schied jedoch bereits im Qualifying aus und schaffte es nicht einmal in Q2. Er startet von Rang 13. Marc Marquez wird das Rennen in Barcelona nicht bestreiten: Er befindet sich nach einer Doppelschirurgie aufgrund seines Unfalls im Sprint beim French GP in Genesung.
Die Startaufstellung umfasst dennoch 22 Fahrer. Maverick Viñales ist nach einer Verletzungspause wieder dabei. Zudem wird Augusto Fernandez als Wildcard für Yamaha auf der Startliste stehen.
Die komplette Startaufstellung (Top-Positionen) lautet damit zusammengefasst: Acosta startet von der Pole, Morbidelli von Platz zwei, Alex Marquez von Platz drei. Raul Fernandez geht als beste Aprilia von Platz vier ins Rennen, während Johann Zarco von Rang fünf startet. Dahinter folgen Di Giannantonio, Quartararo, Binder und Jorge Martin. Marco Bezzecchi steht wegen seines Sturzes nur auf Rang 12, Bagnaia auf Rang 13.
Damit geht der Catalan GP am Sonntag mit einer klaren Ausgangslage an den Start: Acosta startet vorne und hat eine komfortable, aber nicht überragende Lücke auf die Verfolger. Gleichzeitig bleibt die Aprilia-Frage nach den Stürzen von Bezzecchi und Martin ein entscheidender Faktor für den Rennverlauf, während Ducati und Honda mit starken Startpositionen in die Strategie gehen.