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ACOSTA (6.) ÜBER LANGEN ZWEIKAMPF MIT MARQUEZ: «ICH WAR NICHT BEGEISTERT»

31 May·

Pedro Acosta hat sich beim Mugello-GP mit einem versöhnlichen Ergebnis aus dem Rennen verabschiedet. Nach dem neunten Platz im Sprint beendete der KTM-Pilot das 23-Runden-Rennen auf Rang 6 und lag dabei mit rund sieben Sekunden Rückstand auf den Sieger Marco Bezzecchi (Aprilia). Trotz des deutlichen Zeitabstands zeigte Acosta vor allem im direkten Duell seine Kampfkraft: Über mehrere Runden lieferte er sich einen langen Zweikampf mit Marc Marquez (Ducati), den Acosta für sich entscheiden konnte.

Acosta zeigte sich dabei nicht begeistert vom Duell selbst, betonte aber den Unterhaltungswert. Er sagte, dass eine Meisterschaft mehr Rennen wie dieses brauche, um Begeisterung zu schaffen und damit die Fans zur Show zurückkommen. Das Duell habe zudem fair gewirkt, und Acosta hob hervor, dass er als Fahrer von einem Weltmeister wie Marquez lernen könne. Er habe versucht zu verstehen, was Marquez anders mache, und dessen Linien studiert – ein Prozess, der sich laut Acosta besonders erleichtere, wenn man hinter einem Fahrer herfährt.

Der Verlauf des Zweikampfs war geprägt von unmittelbaren Antworten: Jedes Mal, wenn Acosta Marquez überholte, konterte Marquez sofort. Acosta schilderte, dass er einmal überholt habe, Marquez aber zurückkam. Danach blieb Acosta eine Weile hinter ihm, schaute zu und wurde schneller. Als er Marquez schließlich erneut überholte und alleine fuhr, habe er jedoch an genau dieser Stelle Probleme bekommen.

Als entscheidendes technisches Thema machte Acosta den fehlenden Topspeed der KTM RC16 auf der langen Mugello-Geraden aus. Er und sein Team hätten gewusst, dass ihnen auf der Geraden Geschwindigkeit fehlen würde. In der Konsequenz konnten Aprilia- und Ducati-Fahrer Acosta am Ende der Geraden wieder überholen, selbst wenn Acosta in den Kurven Vorteile herausgefahren hatte. Acosta kündigte an, man müsse herausfinden, warum der Topspeed-Eindruck so ausgeprägt war; nach Brasilien und Amerika habe es nämlich besser ausgesehen.

Zusätzlich gab es einen Zwischenfall mit Ai Ogura, bei dem Acosta ein kleines Teil der Aerodynamik eingebüßt haben soll. Er nahm das Ereignis gelassen: Wenn man so weit außen sei, sei es nicht einfach, den Fahrer innen zu sehen; er habe sich an der richtigen Stelle befunden und habe dort nichts machen können.

In der Gesamtbilanz bezeichnete Acosta die Aufholjagd als gut, die Leistung der KTM sei aber weiterhin schwach. Er wolle verstehen, warum das Team in dieser Woche so stark kämpfen musste. In der WM-Tabelle bleibt Acosta mit 103 Punkten vor Runde 8 in Ungarn auf dem vierten Rang.

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