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PEDRO ACOSTA KRITISIERT DIE AUFSTELLUNG BEIM KATALONIEN-GP: „ES IST SCHLIMM, ALS WÄRE NICHTS PASSIERT“

17 May·

🇬🇧

Beim MotoGP-Rennen in Barcelona kam es am Sonntag zu einem chaotischen Verlauf, der nicht nur sportlich, sondern auch in Bezug auf die Rennleitung für Kritik sorgte. KTM-Werkspilot Pedro Acosta äußerte sich nach dem Rennen deutlich gegen die Entscheidung, den Catalan Grand Prix nach mehreren Unterbrechungen ein drittes Mal wieder aufzunehmen.

Acosta war zum Zeitpunkt der ersten Unterbrechung in Führung und lieferte sich ein enges Duell mit Alex Marquez. Auch Raul Fernandez war in der Gruppe direkt hinter ihnen. Auf der Strecke zwischen Kurve 9 und 10 verlor Acostas Maschine plötzlich an Leistung: Laut seiner Schilderung wirkte es wie ein elektronischer Fehler, bei dem die Gasannahme nicht mehr reagierte. Acosta konnte sich zwar unverletzt aus der Situation bringen, doch der Leistungsabfall führte dazu, dass er die Kontrolle über das Motorrad verlor und nach vorn „flog“, während er gleichzeitig versuchte, seine Hand aus der Verkleidung zu bekommen.

Marquez, der unmittelbar hinter Acosta fuhr, hatte keine Zeit zu reagieren. Der Aufprall erfolgte mit hoher Geschwindigkeit, Marquez rutschte unkontrolliert über den Rasen und schlug anschließend auf dem Boden auf. Acosta betonte, dass es ihm vor allem darum gehe, dass Alex Marquez und Johann Zarco sowie alle weiteren Beteiligten, die stürzten, wohlauf seien. Marquez wurde nach dem Crash ins Krankenhaus gebracht, um weitere Untersuchungen durchführen zu lassen; er galt Berichten zufolge als bei Bewusstsein.

Unmittelbar nach dem Neustart folgte der nächste schwere Zwischenfall. Johann Zarco geriet in einen Zwischenfall in Kurve 1 und wurde dabei mit Francesco Bagnaia in eine gefährliche Dreier-Kollision verwickelt. Zarco blieb ebenfalls im Krankenhaus, um Scans an seinem linken Bein durchführen zu lassen. Acosta stellte in seinen Aussagen die Frage, ob es nach zwei roten Flaggen überhaupt sinnvoll sei, erneut auf die Strecke zu gehen.

Die Rennleitung hatte das Rennen insgesamt zum dritten Mal wieder gestartet. Acosta kritisierte diese Vorgehensweise: Er sagte, es sei „wirklich schlimm“, wenn nach solchen Ereignissen so getan werde, als sei nichts passiert, und die Fahrer anschließend ganz normal wieder ausfahren. Er könne nachvollziehen, dass man nach einer roten Flagge wieder startet, doch nach dem zweiten Abbruch sei er nicht einverstanden. Für ihn stehe die Gesundheit der Fahrer klar über dem Show-Aspekt.

Sportlich wurde das Rennen schließlich von Fabio di Giannantonio gewonnen. Acosta selbst hatte nach dem Verlust der Führung noch drei Runden vor Schluss den Anschluss verloren und fiel in der Schlussphase hinter Joan Mir und Fermin Aldeguer auf den vierten Platz zurück. Di Giannantonio geriet jedoch ebenfalls in eine weitere Situation: In der Schlussphase endete sein Rennen nicht ohne Zwischenfälle, denn in der letzten Phase kam es zu einer Kollision, bei der Ai Ogura Joan Mir? (im Bericht: Ogura traf Aldeguer?); konkret heißt es, dass di Giannantonio hinter Mir und Aldeguer zurückfiel und sein Rennen am finalen Turn durch einen Treffer von Ai Ogura beendet wurde. Ogura erhielt dafür eine Zeitstrafe von drei Sekunden.

Acosta kommentierte zudem den Vorfall mit Ogura: Er nahm dessen Entschuldigung an und verwies darauf, dass solche Fehler zum Rennsport gehörten. Ogura habe sich entschuldigt und lange gewartet, bis Acosta aus der Box wieder herauskam. Acosta lobte die „Demut“ des Japaners.

Insgesamt prägten zwei schwere Stürze und die anschließenden Neustarts das Bild des Catalan GP. Während di Giannantonio am Ende als Sieger gefeiert wurde, blieb die Debatte über die Angemessenheit des dritten Neustarts im Fokus – vor allem, weil Acosta die Priorität der Gesundheit gegenüber dem Rennbetrieb betonte und die Rennleitung für die Entscheidung nach zwei roten Flaggen kritisierte.

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