AI OGURA KRITISIERT SEINEN RENNAUFTAKT NACH STARTCRASH UND WIRD VIERTER
2d ago·
Beim MotoGP-Rennen auf dem Balaton Park Circuit kam es direkt nach dem Start in Kurve 1 zu einem schweren Crash. Jorge Martin riss dabei mehrere Fahrer mit: Neben seinem Teamkollegen Marco Bezzecchi traf es auch Raul Fernandez, Fermin Aldeguer und Fabio Di Giannantonio. Für Ai Ogura bedeutete das ein schwieriges Rennen von Beginn an, denn der Trackhouse-Pilot war nach dem Start zunächst nur auf Rang 11 zurückgefallen.
Als einziger Aprilia-Pilot blieb Ogura im Rennen und arbeitete sich Schritt für Schritt nach vorn. Von Position 10 gestartet, verlor er zunächst viele Plätze, konnte aber Runde für Runde Boden gutmachen. Zunächst überholte er Toprak Razgatlioglu und Fabio Quartararo, ehe er in Runde vier bereits Neunter war. Nachdem Enea Bastianini seine Long-Lap-Strafe absolviert hatte, war Ogura schon Achter.
In der zweiten Rennhälfte zeigte Ogura dann, was er normalerweise ausspielt: Er aktivierte den Turbo und machte weitere Plätze gut. Zuerst schnappte er sich Joan Mir und Diogo Moreira, einige Runden später folgte Jack Miller. Danach klebte er am Hinterrad von Luca Marini, bevor er sich zwei Runden vor Schluss mit einem entschlossenen Manöver an Marini vorbeibremste. Von dort an nahm Ogura die Verfolgung von Pecco Bagnaia auf, doch der Abstand war am Ende zu groß: Ogura überquerte die Ziellinie auf Platz 4.
Trotz des starken Aufholens blieb Ogura nach dem Rennen selbstkritisch. «Es war weit entfernt von gut», sagte er. Auf die Frage, ob es um seine eigene Leistung oder den Crash ging, stellte er klar: «Der Unfall in Kurve 1 lag nicht in unseren Händen, es passierte einfach. Ich war dort außen und habe viele Positionen verloren.» Für ihn sei entscheidend gewesen, dass er nach dem Zwischenfall hinter mehreren Fahrern feststeckte: «Nachdem ich hinter vier oder fünf Fahrern festhing, war mein Gefühl für den Vorderreifen nicht sehr gut und ich konnte nicht so angreifen, wie ich wollte.» Genau deshalb sei er nicht zufrieden: «Ich habe hinter diesen Fahrern so viel Zeit verloren – das ist der Grund, weshalb ich nicht zufrieden bin.»
Zur konkreten Situation im Chaos erklärte Ogura: «Ich wollte einfach nicht stürzen. Ich musste die ganzen Motorräder abwarten und bin dann von neu gestartet. Ich befand mich außen und die Fahrer, die auf der Innenlinie waren, konnten viel früher beschleunigen als ich.»
Verbessert habe sich sein Gefühl an der Front erst später: «Nachdem ich zwei oder drei Fahrer überholt hatte, war das Gefühl für die Front konstanter. Von da an konnte ich pushen, meine Rundenzeiten waren besser.» Gleichzeitig betonte er, wie hart das Fahren in einem Paket ist: «Aber wenn du ein Paket von vier oder fünf Fahrern vor dir hast … es war sehr hart.» So rettete Ogura am Ende die Aprilia-Ehre – auch wenn er sich selbst mehr erhofft hatte.