ANDREA IANNONE GLAUBT, VALENTINO ROSSI KÖNNTE IM HARLEY-DAVIDSON-WETTBEWERB MITMACHEN – NUR UNTER EINER BEDINGUNG
1 Jun·

Andrea Iannone glaubt, dass Valentino Rossi vom neuen Harley-Davidson Bagger World Cup verlockt werden könnte – vorausgesetzt, die richtigen Namen stehen mit ihm am Start. Die Serie, die 2026 in den MotoGP-Kalender aufgenommen wird, umfasst sechs Rennen: eröffnet wird sie in Austin im März, anschließend geht es zum zweiten Event nach Mugello, das bereits am kommenden Wochenende stattfindet. Weitere Läufe sind in Assen, Silverstone, Aragon sowie auf dem Red Bull Ring geplant.
Iannone, der beim Auftakt nicht dabei war, sich aber für Mugello Niti Racing anschloss, nutzt die Gelegenheit bereits voll aus. Er gewann das zweite Rennen des Mugello-Wochenendes und sprach positiv über das Format und die Maschinen. „Diese Bikes sind unglaublich. Wir haben keine Aerodynamik und keine Elektronik“, sagte er und verwies damit auf einen entscheidenden Unterschied zum modernen MotoGP.
Der 40-Jährige knüpfte diese Attraktivität auch an Casey Stoner, der die wachsende Bedeutung von Elektronik im Sport zuvor kritisiert hatte. Iannone lud Stoner ganz direkt zum Start in der Harley-Serie ein: „Casey Stoner, willst du hier mit uns Rennen fahren? Wir würden eine Menge Spaß haben, ich warte auf dich.“
Darauf aufbauend deutete Iannone an, dass Rossi folgen könnte, wenn eine Legende wie Stoner zusagt. „Mit einer Legende wie ihm könnte vielleicht auch Valentino Rossi zurückkommen“, sagte er. „Ich glaube nicht, dass andere Fahrer wirklich interessiert sind, aber ich schlage es vor. Zum Beispiel ein Rennen auf Phillip Island.“
Rossi beendete seine MotoGP-Karriere Ende 2021, ist aber weiterhin im Sportwagen-Rennsport aktiv. Iannones Aussagen spiegeln die enge Beziehung zwischen den beiden Italienern wider. Iannones eigene Laufbahn wurde zudem durch eine vierjährige Dopingsperre geprägt, die seinen Vollzeit-Einsatz im MotoGP-Rennsport 2019 faktisch beendete.
Für die Harley-Davidson-Piloten besteht jedes Wochenende aus fünf Sessions: zwei 20-minütige Trainings am Freitag, das Qualifying am Samstagmorgen und anschließend zwei Rennen mit jeweils sieben bis neun Runden.