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BAGNAIA BEMERKT UNTERSCHIEDLICHE MUGELLO-REAKTIONEN FÜR MARTIN UND MARQUEZ

1 Jun·

🇬🇧

Francesco Bagnaia sagte, dass die Stimmung in Mugello für Jorge Martin ungewöhnlich herzlich gewesen sei – im Gegensatz zu der feindseligen Atmosphäre, die Marc Marquez ein Jahr zuvor beim Italien-Grand-Prix empfangen habe. Bagnaias Aussagen kamen, nachdem Martin am Sonntag vorne mitgekämpft hatte und als Dritter ins Ziel kam: hinter dem Rennsieger Marco Bezzecchi und dem Ducati-Teamkollegen von Bagnaia im Kampf um die Spitzenplätze.

Vor einem Jahr wurde Marquez – ebenfalls im Ducati-Lager – in Mugello mit Buhrufen empfangen, wobei Berichten zufolge die Pfiffe besonders laut wurden, nachdem er den Sprint gewonnen hatte. Die Spannung war so groß, dass Ducati-Teammanager Davide Tardozzi dabei gesehen wurde, wie er wütend in Richtung der Zuschauer gestikulierte und darauf hinwies, dass Marquez Rot trug. Als Ursprung dieser Animosität wurde Marquez’ langjähriges Duell mit dem italienischen Idol Valentino Rossi genannt.

Diesmal bemerkte Bagnaia eine andere Reaktion, als Martin auf dem Podium gefeiert wurde. „Unglaublich, wie leicht es ist, hier die Leidenschaft der Fans zu spüren“, sagte Bagnaia über GPOne. Er ergänzte, dass er auf dem Podium am liebsten dort geblieben wäre, und hob vor allem hervor, wie das Publikum auf Martin reagierte: „Ich mochte auch, wie wir Martin applaudiert haben; normalerweise sind die Italiener bei den anderen Fahrern ein bisschen hart, aber heute war es nicht so.“

Bagnaia beschrieb den Rahmen zudem als etwas, das Fahrer selten vergessen. „Ich habe jedes Moment dieses Wochenendes genossen, und zu sehen, wie da unten unter dem Podium dieses Meer an Menschen ist, ist eines der größten Gefühle für einen Fahrer. Das Podium in Mugello ist das beste der Welt.“

Martin hatte allen Grund, mit einem schwierigen Empfang zu rechnen, nachdem er im Kampf um die vorderen Positionen mitgemischt hatte – doch als er im Parc fermé über die Boxenanlage sprach und seinen Pokal entgegennahm, bekam er Applaus. Im Rennen überholte Martin Bagnaia für den zweiten Platz, konnte aber nicht an Bezzecchi herankommen und wurde 3,6 Sekunden hinter ihm Dritter. Bezzecchis Sieg sorgte zudem für emotionale Szenen: Das Streckenpersonal öffnete während seiner Cool-down-Runde ein Tor, damit er näher an die Fans herankommen konnte.

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