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FRANCESCO BAGNAIA SAGT: ERSTES „FAST FAST“-GEFÜHL SEIT 18 MONATEN

14 May·

🇬🇧

Francesco Bagnaia hat nach einer langen Durststrecke erstmals wieder das Gefühl beschrieben, auf einem MotoGP-Bike „wirklich schnell“ zu sein. Der Ducati-Werkspilot sagte, der französische Grand Prix habe den ersten Moment markiert, in dem er seit 2024 wieder dieses Tempo gespürt habe – ein Hinweis darauf, dass sich sein Saisonverlauf nach schwierigen Monaten drehen könnte.

Bagnaia hatte 2025 und auch zu Beginn der aktuellen Saison mit deutlichen Problemen zu kämpfen. In den ersten vier Saisonrennen konnte er im Sonntagsrennen nicht höher als Platz neun abschließen. Parallel dazu wurde in den Berichten auch eine breitere Entwicklung bei Ducati thematisiert: Das Werksteam und seine Teamkollegen hätten es zunehmend schwerer gefunden, den Anschluss an das neue Maß aller Dinge zu halten – die Aprilia, die in der Saison 2026 als Referenz gilt. Vor diesem Hintergrund war Bagnaia in den vergangenen Monaten nicht nur mit seinem eigenen Leistungsniveau, sondern auch mit dem Wettbewerbsumfeld konfrontiert.

Als positiver Wendepunkt gilt ein In-Season-Test in Jerez. Dort habe Bagnaia laut Motorsport.com eine klare Richtung gefunden, die sich anschließend in Le Mans bestätigt habe. In Frankreich setzte er seine Ducati bei der Qualifikation auf die Pole Position, holte im Sprint einen Podiumsplatz und war im Grand Prix bis zu seinem Sturz auf Rang zwei unterwegs. Der Ausfall kam jedoch nach einem Crash in Kurve 3.

Der Sturz sorgte zusätzlich für Aufsehen, weil in den sozialen Medien Video- und Bildausschnitte der unmittelbaren Reaktion des zweifachen MotoGP-Champions kursierten. Bagnaia soll nach dem Crash einen Strohballen und einen Kegel getreten haben, bevor er zurück in die Boxengasse auf einem Scooter fuhr. In den Aussagen vor dem Catalan Grand Prix erklärte Bagnaia, dass die Frustration auch aus dem Gefühl entstanden sei, eine große Punkteausbeute verpasst zu haben und damit die eigene Saisonwende nicht konsequent genug umgesetzt zu haben.

Am Donnerstag vor dem Rennen in Barcelona-Catalunya sprach Bagnaia zudem offen über die Ursache seines Ausfalls. Er räumte ein, dass das Problem, das ihn bereits in Jerez zum DNF gebracht hatte, in Le Mans erneut aufgetaucht sei. Gleichzeitig stellte er klar, dass es sich dabei nicht um eine technische Störung gehandelt habe. „Wir haben [das Problem] gefunden, und es wird nicht wieder passieren. Aber es war kein technisches Problem, also ist alles erledigt“, sagte er. Laut seiner Erklärung sei es vielmehr eine Frage des „Gefühls“ gewesen, die das Team verstanden habe – und die nun behoben sei.

Bagnaia ordnete die Entwicklung auch in einen Arbeitsprozess ein: Nach dem Test in Jerez habe man eine Richtung gefunden, die in Le Mans gut funktioniert habe. Anschließend habe das Team in den Sessions mehr an den Details gearbeitet, was sich von Training zu Training in Verbesserungen gezeigt habe. Er betonte außerdem, dass er in Le Mans in einem konkurrenzfähigen Rennen gewesen sei.

Für den Catalan Grand Prix sieht Bagnaia eine zusätzliche Chance, weil der Circuit de Barcelona-Catalunya im Vergleich zu anderen Strecken eine andere Charakteristik aufweist. Er verwies auf den niedrigen Grip am Kurs und darauf, dass dies helfen könne zu verstehen, ob die gefundene Basis auch auf unterschiedlichen Strecken funktioniert. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass der Kurs für ihn im Vorjahr zu den schwierigsten gehörte: Er sei in allen Sessions „letzter oder nahe am letzten“ gewesen. Zwei Jahre zuvor habe er dort jedoch beide Rennen gewonnen.

Vor diesem Hintergrund formulierte Bagnaia die Erwartung, dass die in Le Mans erzielte Leistung nicht nur punktuell, sondern auch von Beginn an abrufbar sein könnte. Er wolle versuchen, die Performance aus Frankreich zu nutzen und zugleich herauszufinden, ob die Fortschritte auch auf einem anderen Grip-Niveau und mit einer anderen Streckenanlage Bestand haben. Trotz des Rückschlags in Le Mans zeigte er sich damit vor dem nächsten Rennen vor allem auf der Suche nach Stabilität: schnell sein, den Limitbereich finden – und diesmal ohne Crash aus dem Tempo heraus ins Ziel kommen.

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