Skip to content
64°

JOAN MIR TESTET IN BARCELONA TEILE UND FINDET BASIS-SETUP GUT

21 May·

Nach dem MotoGP-Test in Barcelona-Catalunya am Montag standen vor allem Hondas Joan Mir und die Front-Entwicklung von Yamaha im Mittelpunkt. Regen verkürzte das Programm, sodass die Teams in einem engen Zeitfenster das Maximum herausholen mussten.

Mir, der beim Grand Prix von Barcelona zuvor Zweiter gewesen war, aber wegen einer 16-Sekunden-Strafe auf Platz 13 zurückfiel, nutzte den Testtag, um sich mit dem Verhalten der RC213V zu beschäftigen. Er sagte, das Team habe „verschiedene Konfigurationen“ ausprobiert, um zu verstehen, wie das Motorrad mit demselben Motor reagiert. Gleichzeitig betonte er jedoch, dass es nicht genug Zeit gegeben habe, um Elektronik und Integration weiter zu verfeinern. „Ich glaube nicht, dass wir in den nächsten Rennen noch mehr Gelegenheiten haben“, sagte Mir.

Auf die Frage nach dem Kernproblem verwies Mir auf den Grip und nicht auf die Art der Kraftentfaltung: „Unser Problem ist der mechanische Grip. Es geht nicht um die Art, wie das Drehmoment geliefert wird… es ist sogar ziemlich gleichmäßig.“ Außerdem beschrieb er aerodynamische Arbeiten am Heck: Das Team habe unterschiedliche Heckpakete getestet, um zu sehen, wie sich das Niveau des Abtriebs auf das Fahrgefühl auswirkt. „Momentan ist die Serienkonfiguration das Beste, was wir haben.“

Da der Regen mittags eintraf und die Session früh endete, sagte Mir, es sei dennoch richtig gewesen, aufzuhören. „Sogar für mich war es besser zu stoppen“, erklärte er. Weitere Arbeiten am Setup und in ähnlichen Bereichen bräuchten die passenden Bedingungen, um nicht den Gesamtüberblick zu verlieren. Zum Abschluss bestätigte er, dass das Basissetup sich gut anfühlte: „Unser Basissetup ist jetzt gut, ich bin damit zufrieden.“

Yamahas Testfokus lag auf Aerodynamik – und speziell auf der Front. Fabio Quartararo stand dabei besonders im Blick, weil er nach einem Update, das er auch im Rennen genutzt hatte, wieder mehr Vertrauen in die Vorderachse gewonnen hatte. Am Montag absolvierte er 30 Runden und wurde Zweiter, nur 0,064 Sekunden hinter Pedro Acosta. Quartararo sagte, die Arbeit sei „relativ unkompliziert“ gewesen: „Wir haben eine Front-Wing getestet, ähnlich wie die, die ich im Rennen am Sonntag genutzt habe, und verschiedene Setups… und ein bisschen Elektronik.“

Er stellte den neuen Spoiler direkt mit seinem Gefühl an der Front in Verbindung: „Ja, deshalb habe ich ihn genutzt. Ich wollte genau diese Version ausprobieren. Aber es war nichts Besonderes.“ Quartararo betonte zudem, dass man keine dramatischen Sprünge anstrebe, sondern an Konstanz arbeite. „Ich würde nicht von großem Fortschritt sprechen… wir versuchen einfach, unser Gefühl für das Motorrad zu verbessern. Wir wollen mehr Konstanz“, sagte er und ergänzte, der Grip auf der Strecke sei „unglaublich“. Er behauptete, seine Rundenzeit gesetzt zu haben, ohne voll zu pushen – anders als im Qualifying – und merkte an, dass die Topspeed weiterhin ein Schwachpunkt sei: „Die Topspeed war eher schwach.“ Außerdem stellte er klar, dass er keinen neuen Motor getestet habe, sondern eine ältere Einheit mit deutlich Laufleistung.

Teammanager Gino Borsoi von Pramac interpretierte Yamahas Ausrichtung als echten Schritt nach vorn. Er sagte, der Test sei interessant gewesen, weil Yamaha „ein Chassis und ein neues aerodynamisches Paket“ mitgebracht habe, und dass die Fahrer Verbesserungen spürten – vor allem in schnellen Kurven. „Toprak fühlte sich mit dem neuen Chassis viel besser… in den Kurven war es deutlich besser“, sagte Borsoi. Er fügte hinzu, dass auch Jack Miller eine bessere Lenkreaktion gemeldet habe und Quartararo das Gleiche gesagt habe. Borsoi gab zu, dass das Wetter weitere Tests verhindert habe, zeigte sich aber „zufrieden“ mit dem, was man gesehen habe.

Toprak Razgatlioglu, der den Test als Letzter in der Zeitenliste beendet hatte, klang dennoch ermutigt. Er sagte, die größten Fortschritte habe es auf dem Medium-Reifen gegeben: Verbesserungen an der Kurven-Einfahrt und ein leichteres Beschleunigen. „Wir haben einen wirklich großen Schritt nach vorn gemacht, vor allem in der Kurven-Einfahrt… es fühlt sich so an, als würde das Motorrad ein bisschen besser einlenken“, sagte er. Er beschrieb konstante Rundenzeiten auf dem Medium und erklärte, dass sich mit dem Soft-Reifen Ansatz und Gefühl ändern – dadurch brauche es einen anderen Fahrstil.

Razgatlioglu rahmte die Herausforderung zudem als Anpassung seines Fahrens an die Michelin-Reifen. „Ich muss meinen Fahrstil mit dem Soft-Reifen anpassen“, sagte er und betonte, dass das Qualifying entscheidend sei, weil ein Start von hinten das Kämpfen um die vorderen Plätze erschwere.

Andere Fahrer griffen das Thema gezielter Entwicklung unter Zeitdruck auf. Jack Miller sagte, Yamahas Aerodynamik-Arbeit helfe im Cornering, räumte aber den Nachteil ein: „Mit den größeren Frontflügeln hast du ein bisschen mehr Drag… das ist nicht das, was wir wollen. Aber ich habe das Gefühl, dass sich das Motorrad ein bisschen besser verhält—vielleicht ist das eine bittere Pille, die wir schlucken müssen.“ Er ergänzte, dass man die wichtigsten aerodynamischen Aufgaben abgeschlossen habe, bevor der Regen den Tag beendete.

Brad Binder, der im Grand Prix Siebter geworden war und danach im Sprint gestürzt war, sagte, sein Montagstest sei kurz gewesen und auf begrenzte Kilometer mit den Wochenendreifen ausgelegt. Er experimentierte mit Dämpfung und Balance, bestätigte dann aber, dass er für Mugello bereit sei. „Ganz ehrlich, ich fühle mich ziemlich gut und ich bin bereit für Mugello“, sagte Binder. Er erwarte außerdem ein Fairing-Update, das „ein bisschen mehr Topspeed“ bringen könnte.

Zum Schluss nutzte Luca Marini den Test, um am Setup zu arbeiten und ein neues Fairing für seine Honda RC213V zu testen. Er absolvierte 41 Runden, wurde 14. und erzielte eine Bestzeit von 1:39.843. Marini sagte, der Tag sei produktiv gewesen, könne aber keine Details teilen. Er blickte auf Mugello als nächstes echtes Benchmark – besonders, weil der Barcelona-Test der letzte mit den 1000-ccm-Maschinen und den Michelin-Reifen war, bevor in späteren Tests der Fokus auf die 2027er 850-ccm-Regeln gelegt wird.

View sources