BASTIANINI NACH CRASH IN MUGELLO: KTM MUSS LÖSUNG FINDEN
1 Jun·
Enea Bastianini hat nach dem Mugello-Wochenende vor allem über Probleme mit der Stabilität seiner KTM gesprochen. Der KTM-Tech3-Pilot war am Freitag mit einem starken dritten Platz in das Wochenende gestartet und hatte sich damit den direkten Einzug ins Q2 gesichert. Im Qualifying reichte es anschließend nur für Rang 11, die Ausgangslage für Sprint und Grand Prix blieb damit zwar nicht ideal, galt aber dennoch als grundsätzlich offen.
Im Rennen am Sonntag kam Bastianini zunächst gut weg: Mit einem Raketenstart arbeitete er sich auf Rang 8 nach vorn und konnte sich bis zur Rennmitte in den Top-10 halten. In der zwölften Runde endete sein Grand Prix jedoch nach einem Sturz in Kurve 10. Auch zuvor hatte der Italiener bereits angedeutet, dass das Motorrad in bestimmten Phasen nicht die nötige Sicherheit vermittelt.
In seinem Statement verwies Bastianini auf das Vorderrad als entscheidenden Faktor. Nach wenigen Runden habe der Vorderreifen keine Unterstützung mehr gegeben, das Bike werde dann unruhig. Besonders kritisch sei die Situation beim Anbremsen: Auf der Geraden habe er beim Verzögern viele Bewegungen im Motorrad wahrgenommen, was er als „Desaster“ bezeichnete. Er zeigte sich überrascht über den Verlauf, betonte aber zugleich, dass seine Ambitionen im Rennen hoch gewesen seien und die Pace am Freitag – auch mit dem Medium-Hinterreifen – sehr gut gewesen sei.
Bastianini ordnete das Problem zudem als wiederkehrend ein: „Das kommt bei der KTM sehr oft vor – vor allem, auf der Geraden.“ Er beschrieb, es sei „als ob ich auf der Geraden kein Gewicht auf dem Vorderrad habe“. Laut seiner Einschätzung spielte auch die Witterung eine Rolle: Am Sonntag sei mehr Wind gewesen, und ein ähnliches Problem habe es bereits in Austin im Qualifying gegeben, wo es zeitweise sogar „etwas beängstigend“ gewesen sei. In den Bremszonen habe er keine Stabilität gefunden, was das Fahren „sehr schwer“ mache.
Für die Zukunft forderte Bastianini eine Lösung seitens der KTM-Entwicklung. Da die Meisterschaft lang ist, wolle er nicht in eine ähnliche Situation geraten und beklagte, dass er in den Rennen Positionen verliere. Bereits der Blick auf das nächste Wochenende fällt dabei auf den Ungarn-GP: Bastianini erwartet, dass der langsamere Kurs im Balaton Park dem KTM besser liegen könnte. Er verwies darauf, dass die KTM dort im Vorjahr Tempo gezeigt habe, während er in diesem Jahr Probleme an der Front befürchtet. Er hofft, dass das Team bis dahin Fortschritte macht, damit er wieder stabil angreifen kann.