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BASTIANINI: „ES HÄTTE SCHLIMMER SEIN KÖNNEN“ – MOTOR AUSSETZER OHNE GEFAHR IM SLIPSTREAM

20 May·

🇮🇹

Enea Bastianini hat den Barcelona-Grand-Prix und die anschließenden Tage in Montmeló als „seltsames Wochenende“ beschrieben, das für ihn nicht nach Plan verlief. Der Tech3-Pilot sprach nach dem Rennen über den technischen Ausfall, der seine Chancen zunichtemachte, und ordnete die Ereignisse in einen Kontext ein, in dem KTM nach mehreren Problemen wieder stark in die Schlagzeilen geriet.

Bastianini erklärte, dass er im Rennen zwar von einem Fahrer auf der Geraden überholt worden sei, er aber rechtzeitig Platz gemacht habe. Entscheidend sei jedoch der spätere Rückschlag gewesen: „Ich habe den Motor geblasen“, sagte er und präzisierte, dass der Defekt auf der Strecke auftrat – „auf der Geraden“ – und dass glücklicherweise niemand direkt im Windschatten hinter ihm gewesen sei. Er habe sich daraufhin sicher zur Seite bewegen können. Damit blieb der Vorfall zwar ohne unmittelbare Folge für andere Fahrer, war aber natürlich ein sportlicher Bruch für den Italiener.

Trotz des enttäuschenden Sonntags zeigte sich Bastianini im Rückblick nicht völlig pessimistisch. Er verwies darauf, dass der Barcelona-Abschnitt insgesamt dennoch nützlich gewesen sei, weil das Team Informationen für den weiteren Saisonverlauf gesammelt habe. Am Montag nach dem GP sei ein Testtag angesetzt gewesen, der wegen des Regens früh beendet wurde. Laut Bericht konnte das Team dennoch gezielt arbeiten, vor allem an Elektronik und Basis-Setup. Bastianini betonte, dass man sowohl beim Tempo als auch beim Reifenmanagement Fortschritte gemacht habe.

Ein weiterer Schwerpunkt des Tests lag laut seinen Aussagen auf der Vorbereitung auf Mugello. Bastianini sagte, er habe über das Wochenende hinweg erkannt, dass er in bestimmten Bereichen gegenüber Acosta an Boden verliere. Deshalb habe er sich speziell mit der Motorbremse beschäftigt: Er habe versucht zu verstehen, warum dort Zeit verloren gehe, und habe es laut eigener Einschätzung geschafft, die Lücke zu schließen. Mugello sei ein Kurs, auf dem es besonders wichtig sei, das Motorrad gut in Gang zu bringen und gleichzeitig eine gute Streckenabdeckung zu halten. Er wolle deshalb die eigenen Stärken weiter herausarbeiten und sehen, wie sich das in der nächsten Phase der Saison auswirkt.

Auf die Frage, wie er die technischen Schwierigkeiten bei KTM insgesamt einschätze, zeigte sich Bastianini vorsichtig. Er hoffe, dass es sich bei den Problemen um „Zufälle“ handele. Gleichzeitig nahm er die Stürze am Sonntag in den Blick. Von der Strecke aus habe er nicht genau sehen können, wie es sich für die Fahrer anfühlte, aber von außen sei es in beiden Fällen – bei Alex Marquez und bei Zarco – „sehr beängstigend“ gewesen. Er beschrieb, dass Johanns Sturz zunächst harmlos gewirkt habe, er sich aber Sorgen gemacht habe, als er gesehen habe, dass der Fahrer noch am Motorrad „hängen“ geblieben sei. Trotz der Rivalität betonte Bastianini den Respekt zwischen den Fahrern und wünschte sich, dass alle weiterhin konkurrenzfähig und fit seien, um sich im direkten Duell zu messen. Insgesamt habe es sich für ihn um einen ungewöhnlichen Sonntag gehandelt.

Auch das Thema Sicherheit in Barcelona sprach Bastianini an. Er sieht Verbesserungsbedarf, insbesondere beim Start. Er verwies darauf, dass es dort bereits ähnliche Vorfälle gegeben habe und dass es leicht sei, in dieser Phase Fehler zu machen. Für die Zukunft nannte er die geplante Abschaffung der Schikanen im kommenden Jahr als positiven Schritt, betonte aber, dass das allein nicht ausreichen werde. Deshalb werde man diskutieren müssen, welche weiteren Maßnahmen möglich seien.

Abschließend äußerte Bastianini eine klare Meinung zur Safety-Struktur: Auf die Frage nach „Bagnaia als Vorsitzendem der Safety Commission“ sagte er, er würde dafür stimmen. Er begründete das damit, dass Bagnaia sehr präzise sei. Damit verband Bastianini seinen Blick auf die konkreten Ereignisse in Barcelona mit einer Forderung nach strukturierten Verbesserungen – sowohl technisch als auch im Sicherheitsbereich.

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