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KTΜ-TECH3-PILOT BASTIANINI VOR ZWEITEM HEIM-GP: MEHR GRIP, WENIGER TOPSPEED

28 May·

Enea Bastianini steht vor seinem zweiten Heim-GP in Folge mit einer klaren Erwartungshaltung: Nach einem enttäuschenden sportlichen Auftakt auf der MotoGP-KTM soll in Mugello ein deutlich besseres Wochenende folgen. Beim ersten Heimrennen hatte der Italiener im Sprint ohne Punkte abgeschlossen und war zudem in der ersten Runde gestürzt. Damit ist das Debüt auf der KTM nach dem Maßstab der Bilder aus der Saison 2024 besonders schwer zu erklären: Damals hatte Bastianini Jorge Martin in der letzten Kurve noch von Platz zwei verdrängt und so einen Ducati-Lenker-Doppelsieg abgesichert.

Im Umfeld der KTM-Tech3-Pilotierung wird die Lage als kritisch beschrieben. Teamkollege Maverick Viñales hatte im Vorjahr in Mugello mit Spitzenzeiten auf sich aufmerksam gemacht, während Bastianini es nicht einmal ins Q2 schaffte. Auch aus der Perspektive des Projekts bei Günther Steiner bleibt die Frage nach der Leistungsfähigkeit offen. Laut Berichten gilt es als „offenes Geheimnis“, dass Bastianini nach eineinhalb Jahren ohne Sieg den Rückzug beschlossen hat. Gleichzeitig laufen Gespräche mit Trackhouse Racing in den fortgeschrittenen Stadien. Theoretisch bleibt aber noch eine Option: KTM hat die Möglichkeit, Bastianini ein weiteres Jahr zu verpflichten.

Für Mugello sieht Bastianini dennoch Chancen. Er betont, dass sich die Situation 2025 nicht mit der Vergangenheit vergleichen lasse und Mugello zu seinen absoluten Lieblingsstrecken zählt. Ein zentraler Punkt ist dabei die Abstimmung auf Höchstgeschwindigkeit und Grip – ein Thema, das auf der bekannten Zielgeraden in Mugello besonders relevant ist. Bastianini erklärt, KTM habe bereits auf Strecken reagiert, auf denen das Team eher langsam gewesen sei, und es gebe auch Rennorte, an denen man deutlich vorne lag.

Seine Einschätzung zur Topspeed-Formel lautet: Der Topspeed hänge stark vom Grip ab. Wenn weniger Haftung vorhanden sei, wie zuletzt in Barcelona, könne das KTM eher begünstigen. In Barcelona habe KTM zudem von der Aerodynamik profitiert, auch wenn die Beschleunigung nicht die allerbeste gewesen sei. In Mugello sei der Grip jedoch höher – das spreche eher gegen KTM. Dennoch glaubt Bastianini, dass das Team ein „gutes Paket“ habe.

Auch Pedro Acosta teilt im Mediengespräch die Erwartung, dass ein neuer MotoGP-Topspeed-Rekord möglich ist. Als Referenz wird zudem genannt, dass Bastianini beim Zeittraining in Barcelona mit 358,9 km/h die Spitze im Feld angeführt hatte.

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