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BASTIANINI KRITISIERT LONG-LAP-STRAFE NACH KONTAKT MIT MIR

2d ago·

Enea Bastianini hatte beim MotoGP-Rennen am Balaton Park Circuit einen Tag, der von Startposition, Überholversuchen und zwei Long-lap-Strafen geprägt war. Nach dem Qualifying musste der KTM-Tech3-Pilot von Rang 14 in den Sprint und den Grand Prix gehen. Im Sprint zeigte er dennoch Tempo und wurde Achter.

Am Sonntag startete „La Bestia“ nach dem Start-Crash zunächst auf Position 10. Von dort aus arbeitete er sich früh nach vorn: In der ersten Phase konnte er Toprak Razgatlioglu (Pramac Yamaha) und Joan Mir (Honda) überholen. Danach ging es weiter schnell – Bastianini fand den Weg an Fabio Quartararo (Yamaha) und Diogo Moreira (LCR Honda) vorbei, sodass er bereits Sechster war.

Doch in der sechsten Runde kam es zu einem entscheidenden Moment. In Kurve 1 verbremste sich Bastianini, musste weit gehen, kam wieder auf die Strecke zurück und kollidierte dabei mit Joan Mir. Die Situation wurde anschließend von den Stewards erneut geprüft. Als Konsequenz erhielt der KTM-Pilot eine Long-lap-Strafe.

Bastianini fuhr danach weiter und kam zunächst auf Platz 7 hinter Moreira. Seine erste Long-lap absolvierte er in Runde 8. Anschließend reihte er sich wieder auf Rang 11 hinter Toprak ein. In der Folge lieferte er sich mehrere Runden lang ein Duell mit dem Pramac-Yamaha-Fahrer, wobei er in der Schikane abkürzte. Weil er sich danach weniger als eine Sekunde zurückfallen ließ, folgte eine weitere Long-lap-Strafe.

Im letzten Renndrittel gelang es Bastianini dennoch, wieder aufzuschließen: Zuerst schnappte er sich Toprak, in der letzten Runde ging er auch noch an Brad Binder vorbei. Am Ende überquerte er die Ziellinie auf Rang 9 – ein Ergebnis, das im Nachhinein stark von den Strafen und den eigenen Fehlern beeinflusst war.

Nach dem Rennen zeigte sich Bastianini vor allem mit der ersten Entscheidung unzufrieden. Er beschrieb das Geschehen in Kurve 1 als Situation, in der er zunächst mit einer roten Flagge gerechnet habe: «Es war ein seltsames Rennen für mich. Als ich den Zwischenfall in Kurve 1 sah, glaubte ich, dass die rote Flagge geschwenkt wird. Viele Fahrer lagen am Boden, am Ende sind wir aber weitergefahren.»

Auch den Kontakt mit Mir ordnete er aus seiner Sicht anders ein. «Ich war dann in einer guten Position, dann bin ich in der ersten Kurve geradeaus gefahren. Als ich auf die Strecke zurückfuhr, sah ich Joan zu spät. Ich habe ihn berührt und dafür die Long-lap-Strafe bekommen. Danach versuchte ich Positionen gut zu machen, ich habe dann in der Schikane abgekürzt. Ich habe Toprak dann wieder vorbeigelassen und ich versuchte, eine Sekunde zu verlieren, aber das habe ich nicht geschafft. Deshalb habe ich eine zweite Long-lap bekommen. Ansonsten war es ein verrücktes Rennen. Als ich hinter den anderen Fahrern lag, war es schwer zu überholen.»

Zur Strafe selbst sagte Bastianini: «Für mich war die Long-lap-Strafe überzogen, vielleicht wäre es besser gewesen, wenn ich nur eine Position abgeben hätte müssen.» Er argumentierte dabei, dass Mir nicht gestürzt sei und er vor dem Fahrer gelegen habe: «Joan ist nicht gestürzt und ich lag auch vor ihm. Als ich ihn sah, versuchte ich noch auszuweichen. Die Strafe war zu hart, aber in diesem Jahr bekommen wir sehr viele Strafen, das ist das neue Reglement.»

Weiter führte er aus, was sich aus seiner Sicht durch eine mildere Strafe verändert hätte: «Für mich war es ein normaler Kontakt im Rennen. Das Maximum, was es dafür geben sollte, wäre eine Position abzugeben.» So wäre sein Rennen aus seiner Sicht anders verlaufen: «Mein Rennen wäre dann ein anderes gewesen, denn so war es unmöglich, weiter nach vorne zu kommen. Ich versuchte, die anderen einzuholen, aber es war fast unmöglich, zu überholen.»

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