MAX BIAGGI ERWARTET BEI BAGNAIA NACH APRILIA-WECHSEL 2027 EINE „REVITALISIERTE“ FORM
29 May·

Max Biaggi glaubt, dass der für 2027 erwartete Wechsel von Francesco Bagnaia zu Aprilia eine „wiederbelebte“ Version des amtierenden Ducati-Stars auslösen könnte. Im Gespräch mit Moto Sprint als Markenbotschafter von Aprilia wurde der ehemalige Champion gefragt, ob ein Wechsel der Umgebung dem Italiener helfen würde. Biaggi sagte, er erwarte das „absolut“, und ergänzte, dass Bagnaia an seinem neuen Ziel „eine Umgebung finden wird, die ihn in jeder Hinsicht unterstützt“. Zwar betonte Biaggi, dass diese Unterstützung andernorts nicht zwangsläufig fehlte, doch argumentierte er, dass die frische Umgebung nach „so vielen Jahren“ allein schon einen positiven Schub geben könne.
Biaggi ordnete Bagnaia’s Erfolg zudem als etwas ein, das auf mehr als Glück beruht: „Vielleicht werden wir ihn revitalisiert sehen, denn Gewinner schaffen es nie zufällig – vor allem in der MotoGP.“ Der Wechsel ist bislang nicht offiziell bestätigt, doch Biaggi beschrieb das größere Marktgeschehen rund um die Entscheidungen der Top-Fahrer im Paddock als zunehmend klar erkennbar.
Bagnaia (29) steht seit seinem MotoGP-Debüt 2019 bei Ducati, zunächst bei Pramac Racing, bevor er 2021 ins Werksteam wechselte. Anschließend gewann er 2022 und 2023 den Weltmeistertitel. In der Saison 2026 hat er bisher 63 Punkte aus sechs Rennen geholt und liegt in der Gesamtwertung auf Rang acht. Es wird erwartet, dass er Ducati für Aprilia verlassen und dort gemeinsam mit dem ebenfalls italienischen Marco Bezzecchi fahren wird.
Biaggi äußerte sich außerdem zu einer weiteren Ducati-Story rund um Fabio Di Giannantonio, der mit einem KTM-Wechsel in der Zukunft die Ducati-Familie verlassen soll. Biaggi stellte die Timing-Frage des Wechsels in den Raum und verwies darauf, dass Di Giannantonio „immer weiter in der Tabelle nach oben“ gegangen sei und er in Barcelona „endlich den Funken gefunden hat, der ihm gefehlt hat“. Er fügte hinzu, Di Giannantonio sei ein Fahrer, der „wenn er sich wohlfühlt, sehr viel erreichen kann“, und dass „das Beste für ihn noch bevorsteht“. Dennoch sagte Biaggi: „Ich weiß nicht, warum er sich entschieden hat, für die Zukunft zu wechseln“, und merkte zugleich an, dass es „noch viele Rennen gibt, bis zum Ende der Saison“.
Die Aussagen fielen, nachdem Di Giannantonio in Mugello starke Form gezeigt hatte: Am Freitag fuhr er sowohl in FP1 als auch im Training die schnellste Zeit. Marc Marquez kehrte derweil nach seinem Le Mans Sprint-Unfall auf die Strecke zurück und schaffte direkt den Sprung ins Q2, nachdem er in der Freitagspraxis die sechstschnellste Zeit erzielt hatte.