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BRAD BINDER ERKLÄRT STARTPROBLEM NACH KTM-ZUVERLÄSSIGKEITSALPTRAUM IN CATALUNYA

19 May·

🇬🇧

Beim MotoGP-GP von Katalonien wurde Brad Binder (KTM) von einem Startproblem ausgebremst – und das vor dem Hintergrund einer KTM-Zuverlässigkeitskrise, die sich über das gesamte Wochenende zog. Der Südafrikaner hatte sich für das Rennen eigentlich als Achter qualifiziert und sollte von Position acht ins Rennen gehen. Stattdessen musste er kurz vor dem Start in die Box, um auf ein Ersatzmotorrad zu wechseln, nachdem sich sein Kupplungsproblem bereits während der Einführungsrunde angekündigt hatte.

Binder schilderte, dass er nach der Einführungsrunde zur Startaufstellung kam und beim Gangwechsel nach unten die Kupplung nicht mehr funktionierte. „Meine Kupplung war verbrannt“, erklärte er. Dadurch habe er weder die Gänge korrekt schalten können noch das Motorrad in den neutralen Zustand bringen können – und vor allem nicht rechtzeitig zum Stillstand kommen können. Weil er so nicht in seinem vorgesehenen Startslot starten konnte, griffen die Mechaniker bzw. die IRTA-Teams (International Race Teams’ Association) schnell ein, damit Binder direkt vorbeikonnte und nicht komplett aus dem Ablauf herausfiel. Anschließend holte er das Ersatzbike und ging nach dem erneuten Prozedere wieder auf die Strecke.

Das Rennen verlief für Binder zunächst chaotisch: Er befand sich beim ersten Red-Flag-Intervall am Ende des Feldes. Am Ende wurde er auf der Strecke als Neunter gewertet, erhielt jedoch nachträglich eine bessere Platzierung. Durch nachträgliche Strafen gegen andere Fahrer wurde Binder auf den siebten Rang hochgestuft. In seiner Darstellung betonte er, dass die Situation nach dem ersten Restart zwar zunächst noch in einem „ok“-Rahmen blieb, der Rückstand aber groß war. Er sprach davon, dass er nach dem ersten Abschnitt rund „20-whatever seconds“ hinter dem letzten Fahrer gelegen habe.

Nach dem ersten Neustart gelang Binder laut eigener Aussage ein starker Start: Er habe sich von sehr weit hinten (er nannte als Vergleichswert sogar „20th“) bis in den Bereich von siebter oder achter Position vorgearbeitet. Kurz darauf kam es jedoch erneut zum Abbruch: Auch der zweite Start endete im Chaos, weil erneut eine Red Flag folgte. Binder konnte danach erneut einen „ok“-Start hinlegen und das Rennen schließlich als Neunter beenden – ein Ergebnis, das er als sein bestes Resultat des bislang schwierigen Saisonverlaufs bezeichnete. Er verwies dabei auf den Kontrast zwischen Qualifikation und Start: „Ich habe Achter qualifiziert und bin zweimal aus dem 20. Bereich gestartet.“

Das Kupplungsproblem Binders fiel in eine Phase, in der KTM insgesamt mit mehreren technischen Problemen zu kämpfen hatte. Laut Bericht wurde Maverick Viñales bereits im Sprint wegen eines Problems aus dem Wettbewerb genommen. Enea Bastianini musste das Grand Prix-Rennen vorzeitig beenden, nachdem sein Motorrad zwei Runden vor der ersten Red Flag die Leistung verloren hatte. Auch Pedro Acosta war betroffen: Sein KTM zeigte laut den Berichten eine elektrische Störung, die zu einem Leistungsabfall führte. In diesem Zusammenhang kam es zu einem heftigen Zwischenfall, der Alex Márquez in Mitleidenschaft zog und die erste Red Flag auslöste.

Für Binder war das Wochenende damit nicht nur sportlich, sondern auch technisch geprägt. Trotz der widrigen Umstände sieht er dennoch positive Aspekte aus dem Rennen und dem gesamten Barcelona-Abschnitt. Er betonte, dass er in bestimmten Bereichen des Wochenendes „wirklich gute Pace und Speed“ gezeigt habe und auch im Rennen eine schnelle Rundenzeit zustande gebracht habe. Der Fokus liege nun darauf, diese Ansätze „zusammenzubringen“ und die positiven Erkenntnisse in eine stabilere Gesamtleistung zu überführen.

Neben dem sportlichen Blickwinkel steht für Binder auch die Zukunft im Raum. Im Bericht wird angedeutet, dass seine Position im Factory-Team KTM aktuell nicht mehr so klar wirkt. Genannt werden Alex Márquez und Fabio Di Giannantonio als Fahrer, die für einen Wechsel in Betracht gezogen werden. Entsprechend tauche Binders Name derzeit nicht besonders häufig auf dem Rider-Markt auf. Dennoch nimmt er aus Katalonien mit, dass er trotz Startproblemen und Red-Flag-Chaos Geschwindigkeit gezeigt hat – und dass er zumindest in der Leistungsfähigkeit des Motorrads bzw. in seiner Abstimmung Fortschritte erkennen konnte.

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