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Bulega könnte Ducati am Saisonende 2026 verlassen, falls kein MotoGP-Platz kommt

19 May·

🇮🇹

Nicolò Bulega nutzte das Most-Paddock, um auf eine Frage zu seiner Zukunft direkt zu antworten – konkret darauf, was er tun würde, falls sich eine MotoGP-Chance mit Ducati nicht realisieren lässt.

Das Gespräch fand am Ende der Pressekonferenz nach dem Rennen 2 in Most statt. Ein Reporter bat Bulega, zu Aussagen Stellung zu nehmen, die Valentino Rossi in Barcelona zugeschrieben worden waren. Rossi hatte gesagt, das Team werde Ergebnisse bei der Entscheidung über den zweiten Fahrer für das nächste Jahr berücksichtigen. Die Frage bezog sich dabei auf Bulegas starke Serie: „Bis heute hast du beeindruckende 19 Siege in Folge eingefahren.“ Anschließend fragte der Reporter Bulega, ob er – falls er nicht mit Ducati in die MotoGP wechselt – für 2026 auch andere Optionen in Betracht ziehen würde.

Bulegas Antwort war sorgfältig, aber klar. Er betonte, dass seine Beziehung zu Ducati hervorragend sei und dass der Hersteller ihm die Chance gegeben habe, ein starker Superbike-Fahrer zu werden. Außerdem dankte er Ducati für seine Rolle als Testfahrer für die Desmosedici. Gleichzeitig sagte er aber, er glaube, er verdiene eine Chance in der MotoGP – und falls er sie nicht bekomme, wäre er nicht zufrieden.

„Gute Frage“, sagte Bulega. „Ich habe definitiv eine ausgezeichnete Beziehung zu Ducati: Wir gewinnen sehr viele Rennen, und die Beziehung ist fantastisch. Sie haben mir die Gelegenheit gegeben, ein sehr starker Fahrer im Superbike zu werden, und ich danke ihnen dafür – genauso wie für die Rolle als Testfahrer für die Desmosedici. Aber ich glaube auch, dass ich eine Gelegenheit in der MotoGP verdiene. Wenn ich sie nicht bekomme, wäre ich sicherlich nicht glücklich. Wir werden sehen, was die Zukunft für mich bereithält.“

Laut dem Bericht stellte Bulega kein Ultimatum und schloss keine Türen. Dennoch deutete der Ton des Austauschs an, dass die Möglichkeit, nicht bei Ducati zu bleiben, inzwischen nicht mehr völlig undenkbar ist. Der Artikel hält fest, dass die Stimmung im Most-Paddock sich von der jüngsten Vergangenheit unterschied: Zum ersten Mal wirkte eine Zukunft außerhalb von Ducati weniger unmöglich.

Der Beitrag ordnet Bulegas Position als eine ein, die auf Leistung und Vorbereitung basiert. Er verweist auf seine Dominanz im Superbike, seine Arbeit als MotoGP-Testfahrer und seine Konstanz – und argumentiert, dass es naheliegend sei, eine konkrete Chance zu erwarten, wenn ein Fahrer auf diesem Niveau liefert. Wenn diese Gelegenheit jedoch nicht kommt, werde es laut Artikel zunehmend wahrscheinlicher, sich anderswo umzusehen – vor allem in einem Paddock, in dem BMW für die Zukunft „groß neu aufstellen“ will, einschließlich der Möglichkeit eines Satellitenteams im Jahr 2027.

Der Bericht verknüpft zudem Bulegas aktuelle Situation mit dem größeren Ducati- und Vertragsbild. Er beschreibt sein „Comeback“ bzw. seine „Wiedergeburt“ beim Aruba-Team, die 2022 begann, und argumentiert, dass ein möglicher Titelgewinn im Superbike 2026 seine Reise „vollständig abrunden“ würde. Außerdem wird betont, dass es ihn nicht glücklich machen würde, den MotoGP-Zug zu verpassen – und es wird angedeutet, dass Arubas Rolle bei seiner Wiederbelebung jede Entscheidung beeinflussen dürfte, falls sich in der MotoGP doch nichts öffnet.

Über Bulega hinaus könnte Ducati auch durch die Vertragslage von Iker Lecuona beeinflusst werden, dessen Vertrag ebenfalls ausläuft. Der Artikel sagt, dass Lecuona – basierend auf den Ergebnissen, die früh in der Saison gezeigt wurden – eine deutliche Anpassung vor 2027 anstreben könnte.

Insgesamt kommt der Bericht zu dem Schluss, dass Ducati Bulega nicht auf einem anderen Motorrad sehen möchte – außer, so die Andeutung, ein möglicher Wechsel sei Teil einer Strategie, die bereits mit Blick auf die MotoGP geplant wurde. Angesichts der Entscheidungen, die in den kommenden Tagen erwartet werden, ist derzeit vor allem sicher: Die nächsten Schritte werden davon abhängen, was Ducati am Ende für seine MotoGP-Fahreraufstellung auswählt.

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