ERSETZT IZAN GUEVARA JACK MILLER BEI PRAMAC-YAMAHA? ALLES DEUTET DARAUF HIN
3d ago·
Mit dem Start der MotoGP-Saison 2025 hat Yamaha den Weg der Fahrerentwicklung unter neuer Motorsport-Führung neu ausgerichtet und Paolo Pavesio zum Racing-Boss ernannt. Ein zentraler Baustein des Plans ist dabei, wie Yamaha seinen Junior-„Pipeline“-Prozess über das Moto2-Engagement strukturiert – konkret über Pramac Racing, das zugleich als MotoGP-Kundenteam-Partner fungiert.
Laut Speedweek wurde die Rolle von Pramac über MotoGP hinaus ausgeweitet, als die Partnerschaft begann: Das Programm wurde auch auf Yamahas Moto2-Projekt übertragen. Gleichzeitig beendete Yamaha die frühere Zusammenarbeit mit VR46, wechselte in Moto2 von Kalex zu Boscoscuro und holte Tony Arbolino sowie Izan Guevara ins Team.
Arbolinos erste Saison im Projekt verlief schwierig; er blieb nicht über das erste Jahr hinaus und steht inzwischen bei Fantic unter Vertrag. Unter der Teamleitung von Alex De Angelis und Gino Borsoi fand das Programm später mehr Halt, und Guevara wurde zu einer verlässlichen Quelle starker Ergebnisse. Speedweek betont, dass Guevara mittlerweile in sein viertes Moto2-Jahr geht und nach dem ersten Drittel der Saison bereits als führender Herausforderer hinter Manuel Gonzalez (Intact-GP) positioniert ist.
Der Artikel hebt Guevaras Schwung und seine Konstanz in der Mittelklasse hervor. Dabei wird herausgestellt, dass der Moto3-Weltmeister von 2022 seinen ersten Moto2-Sieg beim Saisonfinale 2025 holte, alle sieben Rennen beendete, in Le Mans gewann und nie schlechter als auf Rang sieben landete. Diese Mischung aus Tempo und Stabilität wird als Grundlage dafür dargestellt, warum Yamaha glaubt, dass Guevara für den nächsten Schritt bereit sein könnte.
Pavesios Aussagen ordnen den Zweck des Yamaha-Moto2-Engagements klar ein: Es gehe nicht nur darum, Titel zu jagen. „Unsere Mission in Moto2 ist klar – vor allem geht es darum, einen MotoGP-Fahrer auszubilden“, sagte er. Zwar seien Ergebnisse auf der Strecke wichtig, doch wichtiger sei der Transfer der Fahrer in die MotoGP: „Natürlich geht das Hand in Hand mit Ergebnissen, aber wichtiger als ein Moto2-Titel ist die erfolgreiche Überführung unserer Fahrer in die MotoGP.“
Auf die Frage nach Guevara sagte Pavesio, die Entwicklung entspreche den Erwartungen. „Izan ist auf dem richtigen Weg. Nach eineinhalb Jahren sind wir mit seiner Entwicklung sehr zufrieden“, erklärte er. Gleichzeitig betonte er die Unsicherheit, die mit langfristigen Fahrerprojekten einhergeht, und begründete, warum Guevara heraussticht: „Mit jungen Fahrern zu arbeiten, ist immer etwas Besonderes. Es ist nicht sicher, dass man das Ziel erreicht, aber in Izans Fall kann ich sagen, dass wir zufrieden sind. Er erfüllt aktuell alle Kriterien in Bezug auf Speed, Alter und Reife, die wir als langfristige Ziele für das Projekt gesetzt haben.“
Speedweek verweist zudem auf Guevaras MotoGP-Erfahrung. Demnach durfte Guevara Ende 2025 bei einem MotoGP-Test in Valencia fahren – beschrieben eher als Geste denn als formale Entscheidung. Pavesio sagte, es gebe derzeit kein Commitment, ihn in das Yamaha-Testprogramm für 2027 einzubeziehen, vor allem weil die laufende Moto2-Saison Priorität hat. Dennoch ließ er die Tür offen: „Wenn Izan in die MotoGP befördert würde, dann würden wir ihn natürlich auch für das Testprogramm berücksichtigen.“
Mit Blick darauf, wie eine Beförderung in Yamahas breitere MotoGP-Struktur passen könnte, deutet Speedweek an, dass der Weg unkompliziert wäre, weil andere Positionen im Monster-Energy-Yamaha-Setup bereits feststehen. Außerdem wird angemerkt, dass – offiziell im Artikel nicht bestätigt – Jorge Martin und Ai Ogura voraussichtlich Fabio Quartararo und Alex Rins ersetzen, und dass Toprak Razgatlioglu bei Prima Pramac Yamaha gesetzt ist. In diesem Szenario müsste Jack Miller – laut Beschreibung in seinem zweiten Jahr bei Pramac – sehr wahrscheinlich eine neue Rolle finden.