LUIGI DALL’IGNA WILL MIT BAGNAIA ÜBER DEN FEHLSTART IN UNGARN SPRECHEN
3d ago·

Ducati-Teamchef Luigi Dall’Igna sagt, er wolle nach dem schwierigen Sprint-Rennen von Francesco Bagnaia beim Ungarn-GP 2026 im Balaton Park mit dem Italiener sprechen.
Bagnaia war mit einem positiven Ergebnis nach Ungarn gekommen: Beim Heimrennen hatte er beim Italienischen Grand Prix den dritten Platz (P3) geholt. Doch der Schwung war in Runde acht schnell weg. Das Training war bereits schwierig, Bagnaia fand nicht das nötige Tempo und musste am Freitag sogar durch Q1, nachdem er den Tag auf P14 beendet hatte. In der Qualifikation ging er dann spät noch einmal raus, um sich einen Platz in Q2 zu sichern, wo er sich mit P5 positionierte. Der Sprint schien eine gute Gelegenheit zu sein, von dort aus aufzubauen – vor allem, weil Teamkollege Marc Marquez die Pole in einen Sieg ummünzen konnte.
Doch Bagnaia’s Sprint zerfiel schon in den ersten Momenten. Aus der Mitte der zweiten Reihe startend, suchte er in Kurve 1 kurz außen herum eine Möglichkeit, doch die Chance verpasste er und fiel zurück. Dall’Igna machte den Start zum Wendepunkt und sagte, die Bedingungen hätten es Bagnaia ermöglicht, mehr zu holen – aber die Anfangsphase sei nicht wie geplant gelaufen. „Ich will mit ihm sprechen. Die Bedingungen waren da, um ein bisschen mehr zu machen. Dann der Start, also nicht so sehr der Start, sondern eher die erste Kurve, die nicht so gelaufen ist, wie wir es erwartet haben, und dann wurde es von dort aus kompliziert“, sagte Dall’Igna Sky Sports Italy.
In der ersten Runde wurde Bagnaia mehrfach attackiert. Raul Fernandez von Trackhouse setzte sich an ihm vorbei, nachdem Bagnaia in Kurve 1 breit gedrückt wurde, während Diogo Moreira (LCR) in Kurve 5 einen weiteren Überholversuch startete. Auch Jorge Martin erzwang am Ende der ersten Runde eine Aktion, und Enea Bastianini – nach seinem früheren Ducati-Engagement nun für Tech3 unterwegs – kam in Runde 3 vorbei. Bagnaia musste zudem das Duell um das Tempo hinter und neben sich managen und hielt VR46-Pilot Fabio Di Giannantonio gerade so auf Abstand, mit nur 0,232 Sekunden Vorsprung.
Dall’Ignas Einschätzung: Das Sprint-Ergebnis spiegele nicht das Potenzial wider, das Bagnaia in Bezug auf Bedingungen und Möglichkeiten gezeigt hatte. Bagnaia wurde Neunter (P9), 8,237 Sekunden hinter Marquez, und lag sogar 4,264 Sekunden hinter Fermin Aldeguer auf P5 – Aldeguer verpasste das Podium nach einem fehlerreichen Rennen mit seiner Ducati GP25.
Die Zahlen des Wochenendes unterstrichen die Lücke: Marquez holte sich die Pole für den Ungarn-GP mit 1:36.785, Bagnaia’s beste Zeit lag bei 1:37.317. In den Freitagstrainings hatte Bagnaia Probleme mit dem Grip am Hinterrad, doch er hatte erwartet, dass die Daten von Marquez und Di Giannantonio ihm helfen würden, sich für Samstag zu erholen. Dieser Plan setzte sich im Sprint nicht um – und Di Giannantonios eigenes Rennen endete früh, nachdem er zwar P4 qualifiziert hatte, aber beim Start des Sprints stürzte.
Nachdem der Sprint nun Vergangenheit ist, liegt der Fokus von Dall’Igna darauf, genau zu verstehen, was beim Start schiefgelaufen ist – und wie Bagnaia beim nächsten Mal darauf reagieren kann.