DI GIANNANTONIO NACH STARTCRASH IN UNGARN: PLATZ 12 TROTZ SCHMERZEN
2d ago·
Fabio Di Giannantonio ist beim Ungarn-GP nach einem Massencrash kurz nach dem Start mit vergleichsweise viel Glück davongekommen. Sein Motorrad lief nach der Kollision weiter, und der WM-Dritte konnte die Fahrt nach kurzer Zeit wieder aufnehmen. Aus der ersten Runde kam er mit rund 20 Sekunden Rückstand zurück, fuhr den Grand Prix trotz der frühen Unterbrechung zu Ende und erreichte am Ende Platz 12 – obwohl Bike und Ausrüstung Kratzer abbekommen hatten.
Auf die Frage, wie es ihm körperlich während des langen Rennens ergangen ist, erklärte der Römer: „Ich bin mit Schmerzen im Rücken gefahren, die sind jetzt auch noch, aber es ist nichts Ernstes. Auch meine Hand hat nichts abbekommen – ich bin auf die andere Seite gefallen.“ Damit spielte er auf den Sturz bzw. die Auswirkungen der Situation an, die zwar Spuren hinterließen, aber keine gravierenden Verletzungen nach sich zogen.
Sportlich ordnete Di Giannantonio sein Rennen differenziert ein: „Mein Rennen war abgesehen von dem Unfall zu Beginn eigentlich sehr gut. Ich habe über die komplette Distanz acht Sekunden auf Marc verloren.“ Er betonte außerdem, dass sich das Motorrad über die gesamte Distanz gut angefühlt habe: „Das Motorrad hat sich gut angefühlt, ich denke, das Tempo hätte in einem normalen Rennen gereicht, um sich in den Kampf um Platz 3 einzuschalten.“ Zum Vergleich: Pecco Bagnaia, der in Ungarn Dritter wurde, verlor 11,6 Sekunden auf Marc Marquez.
Neben dem eigenen Ergebnis richtete Di Giannantonio den Blick vor allem auf die Gefahren solcher Situationen. Er sprach dabei sowohl Jorge Martin als auch die gesamte Fahrerschaft an: „Was Jorge heute passiert, das darf in Wahrheit nicht passieren. Wir müssen alle alles daransetzen, dass solche lebensgefährlichen Situationen ausbleiben.“ Für ihn ist klar, dass das Problem nicht nur einzelne Fahrer betrifft, sondern den Sport insgesamt: „Ich liebe es, Rennen zu fahren, ich liebe es auch, in den Rennen intensiv um Positionen zu kommen – aber ich will am Abend wieder heimzukommen. Es gilt für uns alle. Wir müssen die Startphasen im Griff haben und wenn die jetzigen Strafen nicht reichen, dann eben gröbere Strafen. Solche Situationen und Unfälle schaden nicht nur den Fahrern, es schadet dem ganzen Sport.“
Auch über mögliche organisatorische Änderungen äußerte sich Di Giannantonio. Auf die Idee, die Startaufstellung neu zu ordnen und mehr Platz für die Fahrer in der Anfahrt zur ersten Kurve zu schaffen, sagte er: „Ja, es ist eine Möglichkeit. Mehr Platz würde helfen, aber in jedem Fall sind es die Piloten, die sich richtig verhalten müssen.“
Trotz der weiteren Schlappe blieb der Ungarn-GP für Di Giannantonio auch im WM-Kontext ein wichtiger Einschnitt. Der Vorsprung auf Verfolger Pedro Acosta schrumpfte auf sechs Punkte, während Marc Marquez nur noch 30 statt zuvor 63 Zähler Rückstand hatte. Damit wurde deutlich, dass der frühe Crash nicht nur das Rennen, sondern auch den Kampf um die Spitzenpositionen in der Gesamtwertung spürbar beeinflusst hat.