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DI GIANNANTONIO STÜRZTE IN QUA LI UND WARNT WEGEN VERLETZTEM FINGER

3d ago·

Fabio Di Giannantonio ist am Balaton Park Circuit in Ungarn nach einem starken Auftakt in den Top-Bereichen gestartet, musste das Wochenende aber mit einem technischen und körperlichen Rückschlag durchstehen. Im ersten freien Training war der fünfte Platz zunächst seine schwächste Einzelplatzierung, danach folgte mit zweiten Rängen in FP2 und im Zeittraining eine klare Leistungssteigerung.

Die Qualifikation verlief dennoch nicht ohne Gefahr: In seiner ersten fliegenden Runde kam es zu einem Schreckmoment, als Marc Marquez in der ersten Kurve nur wenige Meter neben Di Giannantonio neben die Strecke rutschte. Der Italiener konnte seine Ducati nur wenige Meter weiter zu Sturz bringen. Di Giannantonio erklärte den Auslöser: „Mir ist das Vorderrad weggerrutscht. Ich hatte Glück, dass mir der Motor nicht abgestorben ist.“ Beim Sturz habe er instinktiv den Kupplungshebel gelöst: „Durch meinen verletzten Finger kann ich derzeit nicht riskieren, mit der Hand an der Verkleidung des Motorrads hängen zu bleiben. Meine Finger sind mir dafür zu wichtig.“

Der Hintergrund: Di Giannantonio fährt seit dem MotoGP-Event in Katalonien mit einem angeknacksten Finger. Die Verletzung hatte er sich durch Alex Marquez’ umherfliegendes Vorderrad zugezogen. Für den Fall, dass der Motor seiner GP26 im Qualifying neu hätte gestartet werden müssen, hätte er laut Bericht ein Ersatzmotorrad aus der Box holen müssen und dabei wertvolle Zeit verloren. Am Ende reichte es trotz allem in Q2 für den vierten Startplatz.

Auch im Sprint zeigte sich, dass die Probleme nicht einfach verschwunden waren. Di Giannantonio hatte sich vorgenommen, in der WM-Punktephase erstmals in Ungarn zu profitieren, doch schon die erste Runde verlief nicht wie geplant. Der Start sei zunächst „passabel“ gewesen: Auf den ersten Metern habe er keine Position verloren. Erst beim Einbiegen in die erste Kurve habe er sich nach hinten orientieren müssen, am Ende der ersten Runde wurde er nur noch als Neunter geführt. „So, wie wir unser Motorrad eingestellt haben, habe ich große Probleme mit dem Vorderrad. In den ersten Kurven des Sprintrennens konnte ich mich kaum wehren. Das hat sich über die ersten Runden fortgesetzt.“

Am Ende stand für Di Giannantonio der zehnte Platz, also keine einzelnen WM-Zähler. Er fasste die Dynamik zusammen: „Ich konnte nicht angreifen, sondern wurde stattdessen selbst angegriffen. Im Laufe der Runden hat sich das Gefühl verbessert, aber um Positionen zurückzugewinnen war es nicht gut genug.“ Durch den zweiten Platz von Pedro Acosta im Sprint schmolz sein Vorsprung auf den KTM-Piloten auf 22 Punkte.

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