DI GIANNANTONIO: MUGELLO BEGEISTERT – AUCH WENN NICHT ALLES LEGAL IST
28 May·
Fabio Di Giannantonio ist zum Großen Preis von Italien in Mugello mit einem auffälligen Look angereist: Er tauschte seinen sonst grell gelb geflügelten Stil gegen ein tief schwarzes Outfit. Der VR46-Pilot, aktuell Dritter in der Gesamtwertung, präsentierte zudem einen schwarz-goldenen Mugello-Helm, während er sich auf das Heimwochenende vorbereitete. Auf die Frage nach seinem Gesamtkonzept antwortete Di Giannantonio schlicht mit „Abstract“.
Laut ihm bietet Mugello auch abseits der Rennen weiterhin denselben emotionalen Sog. „Ich muss zugeben, ich war schon immer von der Party rund um Mugello beeindruckt – auch wenn ich bezweifle, dass hier immer alles legal ist“, sagte er und verwies auf die Festivalstimmung, die den Kurs umgibt. Für Fans, die aus den Tribünen besonders genau hinschauen wollen, empfahl Di Giannantonio eine konkrete Passage: „Vor allem der Abschnitt von ‚Casanova‘ zu ‚Savelli‘ und dann zu ‚Arabbiata 1‘ – da kannst du als Fahrer wirklich herausstechen und den Unterschied machen. Das ist eine fantastische Stelle, auch wegen der Höhenunterschiede und der Bankierung der Strecke.“ Auch persönlich hat er einen Grund, diesen Bereich zu mögen: Im Rennen 2025 überholte er dort Pecco Bagnaia und sicherte sich so den letzten Podestplatz.
Ein weiteres wichtiges Thema war die Fitness. Di Giannantonio musste den Montagstest auslassen und war außerdem in den Alex Márquez-Crash verwickelt, bei dem Teile seiner Ducati beschädigt wurden. „Das sollte alles okay sein. Ich muss noch alles am Motorrad prüfen, aber es wird schon“, sagte er. Zudem blickte er auf die Intensität des letzten Rennwochenendes zurück: „Sonntag in Barcelona war unglaublich intensiv und hat uns alles abverlangt – es gab eine Flut an Emotionen, und wir mussten erst einmal durchatmen, um uns richtig auf die nächste Aufgabe vorzubereiten.“
Mit Marc Márquez wieder im Titelkampf nahm Di Giannantonio auch die Bedeutung dieser Konstellation für den Kampf an der Spitze zur Kenntnis. „Es ist wichtig, dass der Champion dabei ist, auch wenn das bedeutet, dass es auf der Strecke mehr Duelle gibt. Am Ende geht es aber darum, sich mit den Besten zu messen“, sagte er.
Di Giannantonios Sieg in Katalonien hatte große Auswirkungen auf die Meisterschaft: Er baute seinen Vorsprung aus, nachdem Pedro Acosta nicht erfolgreich war, und schuf einen 24-Punkte-Abstand in der Tabelle. Die Aprillia-Piloten rücken nun in den Fokus: Jorge Martin liegt 11 Punkte dahinter, während Marco Bezzecchi mit 36 Punkten Vorsprung führt.