FABIO DI GIANNANTONIO WÜNSCHT SICH MEHR RUNDE FÜR PODIUMSANGRIFF
31 May·
Fabio Di Giannantonio ist zum Heimrennen nach Mugello zurückgekehrt und hat ein starkes Ergebnis eingefahren: Er wurde Fünfter, nachdem er vom siebten Startplatz aus ins Rennen gegangen war. Auf der VR46-Ducati war er im Fahrerfeld der zweit-schnellste Ducati-Pilot hinter Pecco Bagnaia, der den dritten Platz holte.
Di Giannantonio erklärte, dass die Anfangsphase trotz eines guten Starts kompliziert gewesen sei. „Der Start selbst war gut, aber bergauf bin ich mitten ins Fahrerfeld geraten“, sagte er. Als er versuchte, einen Fahrer vor sich einzuholen – er nannte dabei konkret einen KTM – kamen zwei Motorräder vor ihm zusammen, wodurch er das Tempo rausnehmen musste. „Ich war in der Mitte, also musste ich vom Gas gehen. Genau dort haben wir die beste Chance auf einen Sieg und später auch auf das Podium verloren. Am Start war es für mich sehr bergauf.“ Die Schwierigkeit führte er auch auf seine Startposition zurück: Vom siebten Platz aus hatte er beim Einlenken in die erste Kurve, San Donato, mehr von der leichten Steigung auf der rechten Seite.
Im weiteren Verlauf musste er außerdem die Temperatur der Reifen im Griff behalten. „Ich hatte Probleme mit der Temperatur des Vorderrads. Selbst mit dem Hinterrad war es nicht einfach“, so Di Giannantonio. Dennoch war er der Meinung, dass das Tempo für einen größeren Fight gereicht hätte, wenn das Rennen mehr Zeit geboten hätte. „Mit ein oder zwei Runden mehr hätte ich vielleicht einen Angriff aufs Podium gestartet, aber so ist es eben.“
Besonders ereignisreich wurde die Schlussphase für Di Giannantonio. In Runde 18 geriet er in eine intensive Abfolge von Überholmanövern und schlüpfte an Marc Marquez innen vorbei, parallel neben Ai Ogura. Die drei Fahrer mischten sich anschließend in den engen Kampf um die vorderen Plätze ein, doch Di Giannantonio konnte den Schwung letztlich nicht in einen Podestplatz ummünzen.
Danach hob er hervor, dass er auch Positives aus dem Wochenende mitnehmen müsse. „Wir müssen auf das Positive schauen. Das Niveau ist hoch, auch wenn das Ergebnis ein bisschen unter unseren Erwartungen liegt. Aber das gehört zum Spiel. Wenn unsere schlechten Tage fünfter Platz sind, dann ist das nicht so schlimm.“ Außerdem merkte er an, dass er am Samstag im Sprint es bis aufs Podium geschafft hatte.
Neben dem Rennen sprach Di Giannantonio auch über die Stimmung in Mugello und beschrieb ein Comeback des großen Interesses in Italien. „Das große Interesse kommt zurück. Weltweit und hier in Mugello gibt es mehr Leute“, sagte er. Er fügte hinzu, dass er froh sei, den italienischen Fans eine unterhaltsame Show zu bieten, und hoffe auf noch mehr Zuschauer – vor allem Kinder. Mit zwei Aprilias und einer Ducati auf dem Podium, wobei Marco Bezzecchi gewann und Bagnaia Dritter wurde, hatten seine Landsleute bei seinem Heimrennen jede Menge zu feiern.