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DI GIANNANTONIO WIRD KTM-WERKSPILOT, BULEGA-RÜCKKEHR IN DEN BLICK

17 May·

🇮🇹

Fabio Di Giannantonio ist dem Ziel, das er in Le Mans klar formuliert hatte, nähergekommen: Er hat bestätigt, dass für ihn ein Verbleib ohne Werksvertrag keine Option wäre. Am Donnerstag sagte er deutlich: „Keinen Vertrag als Werksfahrer zu haben, wäre für mich ein Schritt zurück.“ Die Aussage richtete sich an jene, die Entscheidungen treffen können, und unterstrich, wie stark er auf eine KTM-Werkschance abzielte.

Di Giannantonios Fokus auf KTM war schon seit einiger Zeit im Aufbau, und die Situation des österreichischen Herstellers prägte auch den Zeitpunkt. KTM hatte Alex Marquez bereits für den Winter verpflichtet – mit dem frühen Plan, ihn mit Maverick Viñales zu kombinieren. Viñales steckt jedoch in einer schwierigen Phase, die mit seinem körperlichen Zustand zusammenhängt, weshalb KTM nach Alternativen suchte. In Di Giannantonio fand das Team das, wonach es gesucht hatte: einen noch jungen Fahrer, der aber bereits Erfahrung mitbringt, und der zu Saisonbeginn Tempo sowie Konstanz gezeigt hat.

Nachdem die Vereinbarung nun abgeschlossen ist, wechselt Di Giannantonio von seinem aktuellen fluoreszierend-gelben Look zu KMTs Orange – und geht damit nächstes Jahr in seine erste Saison in einem offiziellen Team. Der Wechsel bringt zudem auch eine Änderung bei den finanziellen Konditionen mit sich, was den Schritt über seine aktuelle Situation hinaus widerspiegelt.

Die Auswirkungen reichen weit in das VR46/Ducati-Umfeld. Di Giannantonios Wechsel soll einen heiß begehrten Sitz in Valentinos Rossi-Team öffnen – eine Chance, die Nicolò Bulega vermutlich braucht, um in MotoGP den nächsten Schritt zu machen. Die Veränderung könnte auch für Ducati nützlich sein, weil die Fahreraufstellung des Herstellers zunehmend spanisch geprägt wird.

Das Werksbild umfasst Marc Marquez und Pedro Acosta, während Fermin Aldeguer zu VR46 wechseln soll und Dani Holgado für sein Premier-Klassen-Debüt bei Gresini eingeplant ist. Das ergibt bereits vier spanische Fahrer auf sechs Bikes – damit wäre mindestens ein Italiener erforderlich. In diesem Kontext wird Bulega als der naheliegendste Kandidat präsentiert, um Di Giannantonio zu ersetzen, sofern Ducati und VR46 nicht entscheiden, Luca Marini wieder in die Überlegungen einzubeziehen.

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