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FABIO DI GIANNANTONIO BESCHREIBT „MASSIVE BOOST“ DURCH VALENTINO ROSSI FÜR VR46-FAHRER

30 May·

🇬🇧

Fabio Di Giannantonio hat beschrieben, welchen Einfluss Valentino Rossi als Team- und Garage-Präsenz bei VR46-Rennwochenenden auf ihn hat. Rossi, siebenfacher MotoGP-Weltmeister, ist bei ausgewählten Grand-Prix-Wochenenden in der VR46-Box zu sehen – zuletzt beim Catalan Grand Prix, als Di Giannantonio nach einem starken Comeback auf dem Weg zum Sieg war. Rossi verglich den Italiener dabei mit einem „Drachen“, nachdem Di Giannantonio eindrucksvoll zurückgekommen war.

Di Giannantonio erklärte im Gespräch mit Sky Italia im Umfeld des italienischen Grand Prix, warum Rossi für ihn auch ohne eigene aktuelle Fahrpraxis einen großen Mehrwert liefert. Von außen könne man zwar vieles sehen, aber nicht automatisch verstehen, was auf der Strecke wirklich passiert. Als Di Giannantonio noch in der Moto2-Klasse fuhr, hätten MotoGP-Fahrer ihm zwar erklärt, wie man bestimmte Dinge einordnet – erst als er selbst die MotoGP-Maschine bewegt habe, sei ihm klar geworden, dass das Verständnis nicht so einfach ist. Rossi sei dagegen „super analytisch und präzise“, auch wenn er seit Jahren nicht mehr selbst fährt.

Besonders wichtig sei, dass Rossi kleinste Unterschiede erkennt, die sich nur über die Telemetrie nachvollziehen lassen. Neben dem rein technischen Blick betonte Di Giannantonio auch den mentalen Effekt: Rossi gebe ihm „einen massiven Boost“ in Bezug auf Einstellung und Mindset. Er sagte, er würde sich wünschen, Rossi bei jedem Rennen in der Box zu haben.

Zum Zeitpunkt des aktuellen Rennwochenendes – es ist das siebte Event der Saison 2026 – liegt Di Giannantonio in der Fahrerwertung auf dem dritten Platz. Er ist zudem der Ducati-„Flaggenträger“ in dieser Phase. Seit dem Eintreffen in Mugello zum Italienischen Grand Prix habe er in beiden bisherigen Trainingssessions die schnellste Runde gesetzt; damit ist er in der aktuellen Formkurve klar führend.

Gleichzeitig steht sein Wechsel aus dem VR46-Umfeld im Raum: Di Giannantonio wird erwartet, VR46 nach der Saison zu verlassen und 2027 einen Werksvertrag bei KTM zu unterschreiben. Auch Alex Marquez wird als möglicher Teamkollege genannt. Offiziell bestätigt ist allerdings noch nichts, weil es im Zusammenhang mit dem neuen Concorde Agreement weiterhin eine Blockade zwischen MotoGP und dem Grid gibt.

Auf die Frage, was er vermissen würde, falls er Rossi und das VR46-Team tatsächlich verlässt, antwortete Di Giannantonio vor allem mit dem Faktor Mensch. Motorräder seien zwar „Objekte“, aber entscheidend für Siege seien die Menschen. Er betonte, er habe im gesamten Umfeld des Teams – in jeder Ecke der Garage und auch in der Hospitality – „unglaubliche Menschen“ gefunden. Er sagte, er würde dem Team „für den Rest seines Lebens“ treu bleiben, wenn es nach ihm ginge, und diese Menschen würden ihm immer im Herzen bleiben.

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