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MUGELLO ZEITTRAINING: DI GIANNANTONIO NACH ZWEI ROTEN FLAGGEN MIT BESTZEIT

29 May·

Fabio Di Giannantonio hat am Freitag die MotoGP-Qualifikation in Mugello angeführt. Nach einem dramatischen Zeittraining mit zwei Unterbrechungen durch rote Flaggen und einer späten Serie von Verbesserungen sicherte sich der Italiener die Pole mit 1:44.808. Dabei verwies er die Ducati-Werkskollegen Francesco „Pecco“ Bagnaia und Enea Bastianini.

Zuvor waren die Bedingungen alles andere als ideal. Im ersten Freien Training, das größtenteils auf trockener Strecke stattfand, war der Kurs noch nicht in Bestform, und Di Giannantonios Pace lag mehr als zwei Sekunden hinter dem Mugello-Referenzwert (im Bericht wird 1:44.169 als Maßstab genannt). Die spätere Session um 15:00 Uhr profitierte dagegen von strahlendem Sonnenschein und einer deutlich besseren Streckenoberfläche.

Als das Fahrerfeld – inklusive Ersatzfahrern – in die Zeitläufe ging, setzte sich Di Giannantonios VR46-Maschine schnell in Szene. Er fuhr früh in den Bereich der 1:45er und die Pace legte weiter zu. Zwischenzeitlich lagen Bagnaia und Yamaha-Pilot Alex Rins vorne, während Di Giannantonio Dritter war – vor Jorge Martin, Bastianini und Marco Bezzecchi. Marc Marquez, der zurückkehrte, lag zu diesem Zeitpunkt noch außerhalb des direkten Wegs nach Q2, mit einem Rückstand von 0,5 Sekunden auf P11.

Auch die Neulinge standen im Fokus. Diogo Moreira, der Rookie, machte früh Eindruck und wurde als bester Honda-Fahrer beschrieben; nach den ersten 15 Minuten lag er auf Rang acht. Der zweite Rookie „El Turco“ (im Bericht als zweiter Neuzugang bezeichnet) war weiter hinten, mit einem Abstand von 1,4 Sekunden. Dennoch lag er nur 0,2 Sekunden hinter seinem Teamkollegen Quartararo – allerdings war er noch vor den Ersatzfahrern Michele Pirro und Cal Crutchlow.

In der Mitte der Session wechselte die Spitze erneut. Zwei Aprilia-Piloten gingen nach vorne: Ai Ogura steigerte sich auf 1:45.024, und anschließend drückte der WM-Leader (im Bericht als „WM-Leader“ bezeichnet) noch weiter – mit sechs Zehnteln schneller auf einem weichen Hinterreifen.

Die erste große Unterbrechung kam mit noch 30 Minuten auf der Uhr. Ein Sturz von Fabio Quartararo an „Materazzi“ brachte die rote Flagge. Laut Bericht blieb Quartararo unverletzt, Teile der Yamaha M1 und Trümmer lagen jedoch auf der Strecke. Nach der Streckenreinigung ging es fünf Minuten später weiter.

Fast unmittelbar folgte die nächste Unterbrechung – zunächst Gelb, dann Rot. Jack Miller war nach dem Verlassen der Pramac Yamaha gestürzt, das Motorrad konnte nicht geborgen werden, wodurch die Session erneut gestoppt werden musste.

Als die Strecke um 15:57 wieder freigegeben wurde, waren noch 11:57 Minuten übrig. Der Bericht beschreibt die Schlussphase als ähnlich einer Qualifikation mit 22 Fahrern, und nennt eine Überraschung: Miller verbesserte sich auf Rang drei. Auch Pedro Acosta schob sich nach vorne, auf Platz sechs, und drückte Bastianini aus den Top 10.

Dann formten die entscheidenden späten Runs die Reihenfolge neu. Marc Marquez, der zuvor zurückhaltend gewesen war, setzte sich mit 1:45.010 an die Spitze. Doch schnell wurde er wieder überholt, als weitere Fahrer Zeit fanden: Vier Ducati-Maschinen (Di Giannantonio, Bagnaia, Morbidelli und Aldeguer) gingen an ihm vorbei.

Zwei Minuten vor Schluss zog Bastianini erneut auf Rang drei vor. Acosta blieb jedoch um Platz 12 hängen und lief in seiner letzten Runde weit in den Kies, was laut Bericht dazu führte, dass er in Q1 musste.

In den letzten Momenten verbesserte sich Jorge Martin im letzten Versuch auf Rang acht. Am Ende reichten Di Giannantonios 1:44.808 zur Pole. Bagnaia und Bastianini komplettierten die erste Startreihe. Der Rookie Diogo Moreira wurde Zehnter.

Der Bericht betonte außerdem, wie eng es zuging: Ai Ogura, der am Ende durch Q1 musste, verlor im Vergleich zu den Fahrern vor ihm lediglich 0,433 Sekunden.

Marquez’ Rückkehr wurde als Erfolg eingeordnet, da er Sechster wurde. Bezzecchi, der zum Zeitpunkt der Session in der Gesamtwertung WM-Führende war, wurde Siebter.

Ganz hinten im Feld landete Cal Crutchlow – laut Bericht ohne starken Tag – auf dem letzten Platz, mit einem Rückstand von 3,2 Sekunden.

Insgesamt lieferte das Zeittraining in Mugello eine klare Schlagzeile: Di Giannantonio machte aus den Bedingungen in der späten Phase die Pole, überstand zwei Unterbrechungen und eine letzte Welle von Verbesserungen, um Bagnaia und Bastianini zu schlagen.

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