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UPDATED KATALUNYA-MOTOGP-ERGEBNISSE NACH STRAFEN: MIR VERLIERT PODIUM

17 May·

🇬🇧

Der Große Preis von Katalonien 2026 in der MotoGP wurde am Sonntag in Barcelona zu einem der dramatischsten Rennen der Saison – nicht nur wegen der Renn-Action, sondern auch wegen der späteren Entscheidungen der FIM-Stewards. Nach zwei Unterbrechungen und mehreren Neustarts gewann Fabio Di Giannantonio das Rennen, doch die endgültige Rangliste wurde anschließend deutlich umsortiert.

Ausgangspunkt war ein massiver Zwischenfall auf Runde 12/24 im ursprünglichen Rennen: Pedro Acosta, der zuvor auf dem Weg in die Back Straight offenbar ein technisches Problem hatte, verlor Leistung und wurde von Alex Marquez von hinten erwischt. Marquez versuchte noch auszuweichen, kam jedoch bei hoher Geschwindigkeit zu Fall; sein Motorrad wurde in der Folge in mehreren Überschlägen zerstört. Die Trümmerteile aus dem Unfall nahmen weitere Fahrer mit: Di Giannantonio wurde von einem fliegenden Rad getroffen, während auch Raul Fernandez und Johann Zarco in das Chaos verwickelt wurden. Marquez wurde nach dem Sturz ins Krankenhaus gebracht, während die Berichte zunächst von Bewusstsein ausgingen.

Der erste Neustart führte direkt zum nächsten roten Flaggen-Moment: Johann Zarco stürzte in der Bremszone von Turn 1 und verwickelte Luca Marini sowie Pecco Bagnaia. Zarco geriet dabei offenbar in die Hinterradzone von Bagnaia, als sich Fahrer und Maschinen durch den Kiesbereich bewegten. Bagnaia und Marini eilten Zarco zu Hilfe. Auch hier wurde betont, dass alle Fahrer zunächst bei Bewusstsein waren; Zarco wurde anschließend für weitere Untersuchungen ins Medical Centre gebracht und später für eine Untersuchung seines linken Beins ins Hospital Universitari General de Catalunya in Sant Cugat geschickt.

Der dritte Neustart brachte dann zwar sportlichere Entscheidungen, aber erneut Konfliktpotenzial: Raul Fernandez kollidierte mit dem Aprilia-Teamkollegen Jorge Martin. Martin, der als Titelanwärter in der Nähe der Spitze unterwegs war, stürzte bei Turn 5 – sein fünfter Crash des Wochenendes. Die Stewards entschieden anschließend, dass keine weitere Maßnahme nötig sei.

Im verkürzten Rennen über 12 Runden setzte sich Di Giannantonio durch. Laut Bericht hatte er das Rennen nach dem Unfall mit Trümmern in der ersten Phase nicht ohne Einschränkungen überstanden, konnte aber nach dem Neustart wieder angreifen. Di Giannantonio erklärte später, er habe „versucht, sich im Verkleidungsteil zu verstecken“, als die Trümmer um ihn herum flogen. Er gewann schließlich vor Fermin Aldeguer und – zunächst – vor Joan Mir. Aldeguer profitierte dabei auch davon, dass Acosta nach dem Zwischenfall weitere Plätze verlor und schließlich nicht ins Ziel kam.

Doch der Rennverlauf war nur die halbe Geschichte: Nach dem Zieleinlauf folgten Untersuchungen wegen zu niedriger Reifenluftdrücke. Fünf Fahrer – darunter der Zweitplatzierte Joan Mir – wurden nachträglich mit Strafen belegt. Insgesamt erhielten fünf Fahrer 16 Sekunden nachträglich, während Ai Ogura eine 3-Sekunden-Strafe bekam, weil sein Reifenproblem einen Sturz ausgelöst hatte.

Die Stewards bestätigten offiziell, dass Mir eine 16-Sekunden-Strafe erhielt und damit seinen ersten Podestplatz der Saison verlor. Damit rückte Pecco Bagnaia auf den dritten Platz vor. Bagnaia war zwar ebenfalls in der Untersuchung gewesen, konnte aber letztlich „entkommen“: Sein Druckverlust wurde als Folge eines Lecks am Felgenbereich nachgewiesen. In der Begründung der Stewards hieß es, der Druck sei zu Beginn des Rennens korrekt gewesen und der Verlust während des Rennens sei durch das Leck verursacht worden; damit liege kein Verstoß gegen die technischen Regeln vor.

Neben Mir und Bagnaia wurden auch Raul Fernandez, Toprak Razgatlioglu und Alex Rins mit 16 Sekunden bestraft. Auch Jack Miller erhielt eine 16-Sekunden-Strafe. Ai Ogura wurde von Rang vier auf Rang neun zurückgesetzt, nachdem die Strafe wegen des Kontakt-/Sturzgeschehens im Zielbereich verhängt worden war.

Auf Basis der aktualisierten Ergebnisse lautet die finale Reihenfolge: Fabio Di Giannantonio gewann in 20:06.243, Fermin Aldeguer wurde Zweiter (+1.466), Francesco Bagnaia Dritter (+4.320). Marco Bezzecchi wurde Vierter (+4.679), gefolgt von Fabio Quartararo, Luca Marini, Brad Binder und Ai Ogura (nun auf Platz neun). In den Punkten landeten zudem unter anderem Maverick Viñales, Augusto Fernandez, sowie weitere Fahrer; Jorge Martin wurde als „NC“ geführt, während Pedro Acosta, Alex Marquez, Enea Bastianini und Johann Zarco nicht ins Ziel kamen.

Auch die Meisterschaftsrelevanz wurde durch die Strafen sichtbar: Durch das korrigierte Ergebnis wuchs der Vorsprung von Marco Bezzecchi in der WM – laut Bericht von 13 auf 15 Punkte gegenüber Jorge Martin. Damit endete der Catalan GP nicht nur mit einem Sieg von Di Giannantonio, sondern auch mit einer klaren Botschaft der Stewards: Reifen-Compliance und technische Details können in einem ohnehin chaotischen Rennen den Ausschlag geben.

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