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ANDREA DOVIZIOSO SAH MARCO BEZZECCHI IN BARCELONA ERSTMALS IN „KRISE“

21 May·

🇬🇧

Andrea Dovizioso hat Marco Bezzecchi beim Catalan Grand Prix 2026 erstmals in dieser Saison „in der Krise“ gesehen. Der 15-fache GP-Sieger bezog sich dabei auf die Aprilia-Performance in Barcelona und ordnete Bezzecchis Ergebnis ein: Zwar holte der Meisterschaftsführende am Ende Platz 4, doch laut Dovizioso war das Bild über weite Strecken des Wochenendes deutlich weniger stabil.

Bezzecchi hatte in Barcelona nach Einschätzung Doviziosos zunächst keine überzeugende Pace. Schon in der Qualifikation zeigte sich das Problem: In Q2 fuhr er die langsamste Zeit. Im Sprint kam er daraufhin lediglich auf Rang 9. Für das Rennen selbst beschreibt Dovizioso dann einen Verlauf, in dem Bezzecchi zwar Punkte mitnahm, aber nicht durchgehend konkurrenzfähig wirkte. Bis zur letzten Ecke des Grand Prix habe er noch auf Position 7 gelegen, bevor sich die Situation vor ihm durch Zwischenfälle und Strafen veränderte. Genau diese Ereignisse hätten ihm am Ende massiv geholfen, sodass er trotz eines insgesamt schwierigen Rennverlaufs noch auf Platz 4 vorgerückt sei.

Als Indikator für die tatsächliche Geschwindigkeit zog Dovizioso außerdem Bezzecchis schnellste Runde im Rennen heran. Sein persönlicher Referenzwert lag bei 1:40.097. Auf identischer Maschine war dieser Wert laut Bericht mehr als eine Zehntelsekunde langsamer als der Benchmark von Ai Ogura. Zudem lag Bezzecchis Bestzeit fast vier Zehntel hinter Fabio Di Giannantonio. Damit, so die Schlussfolgerung, sei das Resultat nicht vollständig Ausdruck der reinen Performance gewesen.

Dovizioso äußerte im Rahmen eines Podcasts, dass die Aprilia-Entwicklung RS-GP26 möglicherweise zwar Fortschritte gebracht habe, aber auf bestimmten Strecken inzwischen Grenzen zeige. Er stellte die Frage, ob die Evolution der Maschine auf Kursen, die früher einen Unterschied zugunsten der Aprilia machten, ihre Wirkung verloren habe. Gleichzeitig deutete er an, dass die Weiterentwicklung möglicherweise auf anderen Strecken wieder mehr Flexibilität oder Vorteile bringen könnte. Für die nächsten Rennen kündigte er an, dass man anhand der Ergebnisse prüfen müsse, ob es sich in Barcelona um eine Ausnahmesituation handelt oder ob sich ein Muster abzeichnet.

Im Zusammenhang mit der Formkrise von Bezzecchi betonte Dovizioso, dass der dritte Lauf zwar ein „entscheidender“ Punktegewinn für die Meisterschaft gewesen sei, die Rennen eins und zwei jedoch stärker den Leistungsstand widerspiegelten. Dort sei Bezzecchi jeweils deutlich hinter der Spitze gelegen. Dennoch habe er sich im Rennen „gefeuert“, sei bereit gewesen und habe es versucht. Der entscheidende Punkt für Dovizioso: Er habe Bezzecchi in diesem Grand Prix erstmals in dieser Saison „in der Krise“ gesehen.

Der Bericht ordnet die Lage zudem in den größeren Kontext der Aprilia-Saison ein. In Barcelona habe das Team insgesamt nicht die erwartete Konkurrenzfähigkeit gezeigt. Gleichzeitig wird die Frage aufgeworfen, ob Bezzecchi nur einen Formeinbruch erlebt oder ob Jorge Martin mit Blick auf die Aprilia-Dynamik nun stärker dominiert. Martin steht zudem laut Quelle in Verbindung mit einem Wechsel zu Yamaha ab 2027, was die Aufmerksamkeit auf die Entwicklung innerhalb der Aprilia-Garage weiter erhöht.

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