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FERMIN ALDEGUER FINDET SICH NACH BEINAHE-STÜRZEN NOCH AUF RANG FÜNF WIEDER

3d ago·

Fermin Aldeguer hat sich am Samstag auf dem Balaton Park Circuit in Ungarn in starker Form gezeigt. Der Gresini-Pilot holte sich im Qualifying den Startplatz 3 und lieferte im MotoGP-Sprint eine Mischung aus Tempo, Druck und zwei beinahe missglückten Situationen.

Aus der ersten Reihe erwischte Aldeguer einen guten Start, doch in der ersten Kurve ging der besser gestartete WM-Leader Marco Bezzecchi an ihm vorbei. Danach hing Aldeguer am Hinterrad von „Bez“. Laut Speedweek war der Ducati-Fahrer zwar schneller, aber auf der engen Strecke nahe dem Plattensee sind Überholmanöver schwierig und oft mit viel Risiko verbunden. Aldeguer blieb dran, bis es in Runde vier in der Schikane zwischen den Kurven 9 und 10 zu einem spektakulären Moment kam: Ihm rutschte das Vorderrad weg. Mit einem eindrucksvollen Save verhinderte er einen Sturz, musste jedoch weit gehen und fiel dadurch hinter Trackhouse-Ass Raul Fernandez auf Rang 5 zurück.

Im Anschluss nahm Aldeguer die Verfolgung wieder auf. Er jagte Fernandez, hing erneut hinter einer Aprilia fest und fand erst später wieder freien Raum. Zwei Runden vor Schluss passierte dann der nächste Rückschlag: Aldeguer verpasste den Bremspunkt, musste erneut weit gehen, konnte aber den fünften Platz halten. Am Ende überquerte er die Ziellinie aus dem Sprint-Rennen auf Rang 5.

In seiner ersten Reaktion zeigte sich der 21-Jährige zufrieden: „Ich bin happy! Zufrieden mit meiner Pace und meinem Gefühl für das Motorrad, was sehr wichtig ist. Seit dem Saisonstart hatte ich noch nie so ein gutes Gefühl – das konnte man auch im Fernsehen sehen.“ Er betonte außerdem, dass er trotz der schwierigen Bedingungen versucht habe, sich durchzusetzen: „Wir wissen, dass es eine schwierige Strecke für Überholholmanöver ist, trotzdem habe ich es versucht. Wir haben nicht dieselben Bikes und fahren unterschiedliche Linien. Das macht alles komplizierter.“

Für den Sonntag sieht Aldeguer vor allem die Startphase als entscheidenden Faktor: „Der Schlüssel für morgen wird sein, in der ersten Kurve nicht aus den Top-3 herauszufallen. Danach wird das Rennen einfacher.“

Auf die Frage, ob sein erster Fehler in der Schikane mit zu viel Tempo beim Überholversuch zusammenhing, erklärte Aldeguer: „Ich habe dort versucht Bezzecchi zu überholen, es war aber nicht das erste Mal an dieser Stelle. Ich dachte mir, dass wenn ich über den Kerb etwas mehr abkürze, ich mehr Raum gewinne, um das Überholmanöver zu versuchen. Mir ist dann der Vorderreifen weggerutscht, das war mein erster Fehler. Dann folgte der Fehler hinter Raul.“ Entscheidend sei für ihn gewesen, dass er sich jeweils zurückkämpfen konnte: „Das Wichtige ist aber, dass ich mich jeweils wieder herankämpfen konnte und ich eine gute Pace hatte. Ich habe 100 Prozent gegeben und wenn du am Limit bist, passieren solche Fehler.“

Mit seinem Speed im Sprint macht Aldeguer damit auch für das Grand Prix-Rennen am Sonntag einen ernsten Eindruck – trotz der beiden beinahe Stürze und der zwischenzeitlichen Positionsverluste.

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