Skip to content
64°

BAGNAIA ENTHÜLLT DUCATI-SETUP-ÄNDERUNG NACH MUGELLO-PODIUM

6d ago·

🇬🇧

Francesco Bagnaia glaubt, dass sein Podium in Mugello der Beginn einer Wende nach einer schwierigen Phase in der MotoGP-Saison 2026 sein kann. Der Werks-Ducati-Pilot lieferte beim Italienischen Grand Prix das, was er als seine stärkste Leistung des Jahres bezeichnete: Vom sechsten Startplatz aus übernahm er in der ersten Rennhälfte die Führung, bevor er sich auf Rang drei einordnete – hinter Aprilia-Pilot Marco Bezzecchi und Jorge Martin.

Bagnaia’s P3 kam nach Monaten der Frustration über die jüngste Ausrichtung von Ducati. Zugleich war es eine Rückkehr in die Form an einem Ort, an dem er sich seit langem besonders wohlfühlt. Laut Berichten hatte er vor dem anschließenden Lauf, der unter anderem zwei Podien in Folge umfasste, in den ersten fünf Grands Prix lediglich 13 Punkte geholt – und Mugello setzte diese Entwicklung fort.

Nach dem Rennen stellte Bagnaia das Ergebnis nicht nur als gutes Resultat dar. Auf die Frage, ob sein „Albtraum“ vorbei sei, sagte er: „Ich hoffe wirklich, dass es so ist“, und ergänzte, dass das Team seit Saisonbeginn mit einer „anderen Mentalität“ gearbeitet habe. Außerdem erklärte er, Ducati sei noch dabei, das Motorrad so hinzubekommen, dass es „zu 100%“ fährt, und dass er sowohl zu Hause als auch im Training hart arbeite, um wieder das Niveau zu erreichen, das er zuvor kannte.

Auch wenn Bagnaia zugab, dass Mugello zu seinem Fahrstil passt, betonte er, das Podium müsse als Grundlage und nicht als einmaliger Ausrutscher betrachtet werden. „Ich will, dass dieses Ergebnis ein Startpunkt ist“, sagte er – und machte anschließend eine klare Zusage: „Wenn wir so weitermachen, verspreche ich, dass ich wieder um Siege kämpfen werde.“

Die emotionale Seite des Wochenendes war ebenfalls deutlich. Bagnaia sagte, das Podium im Heimatland zu erreichen sei „unglaublich emotional“, obwohl er nicht gewonnen habe. Er beschrieb es als das Gefühl, „dass wir dieses Ergebnis wirklich verdient haben“, und scherzte, dass die Auszeichnung als „Rider of the Day“ „zumindest ein Sieg“ sei. Zudem lobte er die Stimmung in Mugello: „Unglaublich, wie leicht es ist, hier die Leidenschaft der Fans zu spüren“, sagte er. Er habe es auch genossen, wie die Menge Martin applaudierte – wobei Italiener bei anderen Fahrern normalerweise „ein bisschen hart“ seien, am Sonntag aber nicht.

Technisch verwies Bagnaia auf eine konkrete Ducati-Änderung, die ihm vor allem vorne mehr Vertrauen gegeben habe. In Post-Race-Statements, die über Ducatis „Inside Ducati“-Content geteilt wurden, sagte er: „Wir sind einen Schritt nach vorne gegangen… Indem wir unser Gewicht nach vorne verlagert haben, haben wir es verbessert.“ Die neue Balance habe seiner Einschätzung nach dem Vorderrad geholfen, doch mit zunehmender Renndauer habe er weiterhin Probleme mit dem Grip am Hinterrad gehabt.

Diese Herausforderung am Heck kostete ihn in den Schlussminuten beinahe das Podium. Bagnaia wurde in der letzten Kurve kurz von Trackhouse-Aprilia-Fahrer Ai Ogura überholt, später besprach er das Thema mit Teamkollege Marc Marquez. Bagnaia sagte, das Heck sei eingebrochen, und Marquez – der nach einer Schulter-OP zurückkam – stimmte zu und erklärte: „Ich habe mich mit zehn Runden vor Schluss aufgegeben… Ja, das Heck ist eingebrochen, aber es lag mehr an mir als am Reifen.“

Danach ordnete Bagnaia die Pace in der späten Phase in einem kurzen Austausch ein: Ogura habe ihn „überholt“, er sei „vier Sekunden“ zurück gewesen. Marquez antwortete, Ogura sei „wie ein Flugzeug“ vorbeigefahren.

Über das Rennen hinaus deuteten Expertenanalysen darauf hin, dass Bagnaia wieder mehr wie die Version fährt, die zuvor dominiert hatte. Der ehemalige MotoGP-Star Marco Melandri sagte, Bagnaia wirke „endlich“ wieder entspannter, und verwies darauf, dass die Kritik im vergangenen Jahr lautete, er sei „so steif wie nie“ gewesen. Melandri argumentierte, dass Bagnaia mit dem aktuellen GP26 nun die „schnellste Ducati“ sei und dass er Vertrauen gewinne, weil das „Licht am Ende des Tunnels“ nicht mehr verblasse.

Mit Mugello ist der nächste Test nicht weit: Bagnaia bekommt in der Ungarn-GP die Chance, seinen „Startpunkt“ in Ergebnisse umzusetzen. Berichten zufolge habe Ducati historisch Schwierigkeiten auf dem Balaton Park, und Bagnaia’s bestes Resultat dort im Vorjahr sei trotz championship-würdiger Maschine nur Rang neun gewesen. Damit wird das kommende Rennen zu einem wichtigen Gradmesser dafür, ob Bagnaia’s Fortschritt aus Mugello Bestand hat.

View sources