ANDREA IANNONE TESTET ERSTMALS SEINE HARLEY-DAVIDSON IN MISANO
25 May·

Andrea Iannones Rückkehr in den Rennwochenend-Alltag nimmt eine ganz andere Form an: Der ehemalige MotoGP- und WorldSBK-Sieger sammelt derzeit seine ersten Runden auf einer Harley-Davidson – noch vor seinem Debüt beim erstmals ausgetragenen FIM Harley-Davidson Bagger World Cup.
Der 36-Jährige wird an diesem Wochenende in Mugello sein Debüt im Bagger World Cup geben. Die Serie wurde in diesem Jahr als Teil der MotoGP-Weltmeisterschaft eingeführt. Vor dem ersten wettbewerbsrelevanten Einsatz testet Iannone bereits die Road Glide in Misano, um sich mit der rennfertigen Maschine vertraut zu machen.
Crash.net berichtet, dass Iannone bei einem Test in Misano seine ersten Harley-Davidson-Runden absolviert hat. Das Road-Glide-Paket wird mit rund 280 kg Gewicht beschrieben und nutzt einen 2.152-ccm-Motor, der mehr als 200 PS leistet. Die Spitzengeschwindigkeit soll bei bis zu 310 km/h (191 mph) liegen. In demselben Bericht heißt es außerdem, dass Iannones letzter Auftritt bei einem Grand-Prix-Wochenende beim Sepang-Rennen 2024 war, als er als Ersatzfahrer für VR46 Ducati unterwegs war.
Da kein WorldSBK-Sitz mehr verfügbar ist, hat Iannone den Fokus auf die neue Meisterschaft verlagert. Crash.net ergänzt, dass er für Niti Racing starten wird. Er schließt sich dem Team als dritter Fahrer neben Oscar Gutierrez und Dimas Ekky Pratama an.
Auch GPone (auf Italienisch) hob den Test in Misano hervor und bezeichnete ihn als den Beginn des „Abenteuers“ für Iannone. Das Blatt schrieb, dass der Fahrer aus Vasto an einem heißen Tag auf der Riviera-Strecke die Session nutzte, um seine ersten Kilometer zu sammeln und sich auf Mugello vorzubereiten. GPone verwies zudem darauf, dass Iannone bereits rund anderthalb Monate zuvor mit einem straßenzugelassenen Panigale V4 trainiert hatte – dabei im Austausch mit CIV-Fahrern –, bevor er auf das amerikanische Motorrad wechselte.
Als der Sitz bei Niti Racing bekanntgegeben wurde, stellte Iannone Mugello als idealen Startpunkt heraus. „Mugello ist der perfekte Ort, um zu beginnen – vor den italienischen Fans, auf einer Strecke, die ich sehr gut kenne“, sagte er. Außerdem betonte er, dass er das Debüt nicht als reines Teilnahmeprojekt versteht: „Ich komme nicht hierher, nur um teilzunehmen. Ich will das Motorrad schnell verstehen und sofort konkurrenzfähig sein. Mal sehen, was wir erreichen können.“
Die ersten Rennen des Bagger World Cups haben bereits Sieger in der Debütsaison hervorgebracht: Joe Rascal Racing gewann das erste Rennen beim Austin-Event, während Niti Racing im zweiten Lauf durch Oscar Gutierrez antwortete. Mit Iannone nun im Team ist der nächste Schritt klar: Die Arbeit aus Misano in Performance bei Mugello umsetzen – dort geht er vor heimischem Publikum bei seinem ersten Rennen im Bagger World Cup an den Start.