JACK MILLER SAGT YAMAHA, DASS ER MIT ANDEREN SPRECHE, WÄHREND ER AUF NEWS ZU SEINER ZUKUNFT WARTET
21 May·

Jack Miller hat bestätigt, dass er während der laufenden Unklarheit über seine Zukunft bei Yamaha „mit anderen Leuten“ spricht. Der 31-Jährige, der vor der Saison 2025 von KTM zu Yamahas Satellitenteam Prima Pramac Racing gewechselt war, wartet weiterhin auf Entscheidungen rund um seine weitere Rolle im MotoGP-Fahrerlager.
Miller war bei Yamaha vor allem wegen seiner Erfahrung mit den V4-Motoren als möglicher Leistungsträger im Gespräch. In der aktuellen Phase der Meisterschaft zeigen seine Ergebnisse jedoch bislang nicht das erwartete Niveau: Nach den ersten sechs Saisonrunden steht er in der Gesamtwertung am Tabellenende und hat lediglich zwei Punkte gesammelt. Diese sportliche Ausgangslage erhöht den Druck auf die Zukunftsfrage, zumal bereits zuvor Berichte kursierten, Yamaha könne Miller durch Izan Guevara ersetzen.
In einem Interview, das laut Bericht am vergangenen Wochenende in Barcelona geführt wurde, erklärte Miller, dass er zwar keine konkreten Informationen über seinen Verbleib habe, aber aktiv Gespräche führe. Auf die Frage, ob er etwas über seine Zukunft wisse, antwortete er sinngemäß, dass es bei Yamaha derzeit keine Klarheit gebe. Gleichzeitig betonte er: Er sei „offensichtlich“ im Austausch mit anderen Parteien. Miller stellte dabei klar, dass er den Wert seiner Erfahrung und seine Fähigkeiten für ein Projekt einschätzen könne, die Entscheidung über die nächsten Schritte jedoch nicht allein bei ihm liege. Er habe in dieser Saison sein Bestes gegeben und wolle diese Linie bis zum Ende der aktuellen Test- und Rennphase fortsetzen, unabhängig davon, wohin die Entwicklung letztlich führt.
Neben der Frage nach einem möglichen Verbleib im Yamaha-Umfeld wurde in den Medien auch thematisiert, ob Miller stattdessen in eine Testfahrerrolle wechseln könnte. Als Vergleich wurden unter anderem Fahrer genannt, die bereits als Testfahrer tätig sind, etwa Dani Pedrosa sowie Alex und Pol Espargaró. Miller selbst sagte jedoch, dass er sich nicht auf diese Option fokussiere. Stattdessen konzentriere er sich darauf, besser zu fahren, härter zu trainieren und die Leistung kontinuierlich zu steigern.
Seine Motivation beschreibt Miller vor allem über den Wunsch, Rennen zu fahren. Er zeigte sich deutlich unzufrieden damit, aktuell „am Ende“ zu stehen, und erklärte, dass ihn diese Situation „wirklich antreibt“ und ihn belastet. Gleichzeitig betonte er, dass er alles in seine Arbeit stecke, um Yamaha maximal zu unterstützen und zugleich das Maximum aus sich und dem Motorrad herauszuholen. Für ihn sei das Testen zwar nicht grundsätzlich unerwünscht, aber es müsse einen „Lichtblick“ in Richtung Rennbetrieb darstellen. Der Kern seines Ziels bleibe: Er wolle Rennen fahren und genieße den Motorsport.
Damit zeichnet sich für Miller ein Bild ab, in dem die sportliche Lage und die Vertrags-/Teamplanung eng miteinander verknüpft sind. Während Yamaha offenbar noch keine Entscheidung kommuniziert hat, hält Miller die Tür zu verschiedenen Möglichkeiten offen, ohne sich auf eine konkrete Alternative wie eine reine Testfahrerrolle festzulegen. Bis zu einer offiziellen Klärung bleibt seine Zukunft damit vorerst offen, während er weiterhin versucht, durch Training und Einsatz auf dem Motorrad die Grundlage für eine Verbesserung zu schaffen.