Skip to content
64°

JACK MILLER KÖNNTE 2027 GEGEN BRAD BINDER UM TRACKHOUSE-CHANCE IN DER MIX SEIN

4d ago·

🇬🇧

Jack Miller und Brad Binder sind beide wieder stärker in den Fokus für eine MotoGP-Zukunft ab 2027 gerückt. Trackhouse gilt inzwischen als realistische Option für mindestens einen der beiden, während das US-Team seine zweite Maschine für die kommende Saison plant. Hintergrund sind die Erwartungen, dass die aktuellen Verträge beider Fahrer nach 2026 auslaufen: Miller bei Pramac und Binder bei KTM. Damit suchen sie zu Beginn der neuen 850-ccm-Ära 2027 nach einem Platz im Feld.

Obwohl allgemein davon ausgegangen wird, dass die Chancen begrenzt sind, sagte der MotoGP-„Inside the Paddock“-Moderator Jack Appleyard, Miller und Binder seien „mit im Rennen“, um 2027 bei Trackhouse an der Seite von Enea Bastianini zu fahren. Appleyard fügte hinzu, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Bastianini zu Trackhouse wechselt, „immer näher rückt“ und damit beeinflussen könnte, wie das Team seine Fahreraufstellung strukturiert. Trackhouse hat bislang noch niemanden für das Aprilia-Satellitenprogramm zum Start der neuen Motorenregeln bestätigt. Zusätzlich wird der Markt dadurch erschwert, dass MotoGP weiterhin über ein neues kommerzielles Abkommen mit den Teams verhandelt.

Laut den Berichten haben Yamaha und KTM bereits signalisiert, dass sie nach dem Auslaufen ihrer werksnahen Vertragslaufzeiten über ihre aktuellen Fahrer hinausblicken. Es heißt, Yamaha habe Miller mitgeteilt, er sei „nicht mehr erforderlich“, obwohl er seit seinem Wechsel zu Pramac im Jahr 2025 eine „riesige Rolle“ bei der Entwicklung ihres V4-Motors gespielt habe. Bei Binder wird berichtet, KTM habe ihm gesagt, er werde beim Großen Preis von Katalonien im Mai nicht weiter eingeplant. Vor diesem Hintergrund könnte Trackhouses Interesse – falls es konkret wird – für beide Fahrer eine Art Rettungsleine darstellen.

Trackhouses Entscheidungsprozess hängt zudem davon ab, wer sonst verfügbar sein könnte. Raul Fernandez steht ohne Vertrag da, und Ai Ogura wird erwartet, zu Yamaha zu wechseln. Das beeinflusst den Kreis der Fahrer, die realistisch wechseln könnten. Appleyards Aussagen deuten darauf hin, dass Fernandez zu den Optionen gehört, die Trackhouse in Betracht zieht. Gleichzeitig heißt es aber, dass die Chancen für einen Verbleib Fernandez’ eher gering sind. Selbst nachdem Fernandez am vergangenen Samstag beim Sprint beim Italienischen Grand Prix gewonnen hatte, wird er derzeit als „viel näher am Weggang als am Verbleib“ bei Trackhouse beschrieben – zusammen mit Bastianini im nächsten Jahr.

Der Bericht hebt außerdem hervor, dass Trackhouse zwar Fernandez möglicherweise behalten könnte, dass aber das Verpflichten von Miller oder Binder eine echte Alternative werden könnte – je nachdem, wie schnell Bastianinis Wechsel finalisiert wird. Da für 2027 nur wenige Plätze als frei gelten, könnte die finale Entscheidung für Fahrer, die derzeit eher am Rand des Fahrerfelds stehen, weitreichende Folgen haben.

Ein weiterer Name, der in der Paddock-Diskussion auftaucht, ist Moto2-Spitzenreiter Manuel Gonzalez. Ein möglicher Wechsel zu Trackhouse wird jedoch infrage gestellt. Appleyard sagte, die jüngsten Behauptungen, die Gonzalez mit Trackhouse in Verbindung bringen, könnten nicht stimmen, und dass Trackhouse nicht besonders daran interessiert sei, ihn zu verpflichten – obwohl mehrere seiner Moto2-Rivalen im kommenden Jahr voraussichtlich in die MotoGP aufsteigen. Laut den Berichten könnte Gonzalez erneut übergangen werden. Als Grund wird genannt, dass Yamaha letztes Jahr Miller gegenüber Gonzalez bevorzugt habe.

Der Hintergrund für diese Bevorzugung: Yamaha gab Miller einen neuen Vertrag für 2026, statt Gonzalez für Pramac zu verpflichten. Yamaha hatte beide Fahrer für den zweiten Sitz in ihrem Satellitenteam neben Toprak Razgatlioglu in Betracht gezogen. Allerdings haben die frühen Ergebnisse von Miller im Jahr 2026 Yamaha nicht überzeugt, ihn für 2027 erneut zu verpflichten. Gonzalez’ eigener Weg wurde zudem durch verpasste Chancen beeinflusst. Der Bericht merkt an, dass Gonzalez seine Moto2-Titelchance 2025 verspielt habe, nachdem er einen MotoGP-Wechsel verpasst hatte: Diogo Moreira holte stattdessen den Titel in der Zwischenklasse und schaffte anschließend den Aufstieg in die Königsklasse mit LCR Honda.

Auch wenn Gonzalez die Moto2-Gesamtwertung 2026 anführen sollte, könnte das allein nicht reichen, um einen MotoGP-Sitz zu sichern. Appleyards gegensätzliche Paddock-Gerüchte deuten darauf hin, dass Gonzalez 2027 auf einen Werksvertrag bei Honda im World Superbike warten könnte. Insgesamt bleibt die Botschaft der Berichte jedoch: Trackhouses Interesse ist bestenfalls ungewiss. Damit zählt die mögliche Trackhouse-Beteiligung von Miller und Binder zu den unmittelbarsten Storylines für Fahrer, die versuchen, sich ihren Platz im Grid für 2027 zu sichern.

View sources