JORGE MARTIN TRIFFT IN BRNO EIN HIT, WÄHREND NEUE GRID-ABTRENNUNGSREGEL DIE BEDEUTUNG DES QUALIFYINGS ERHÖHT
1d ago·

Das Ungarn-GP-Rennen von Jorge Martin endete fast unmittelbar nach der ersten Kurve: Er wurde für einen Sturz verantwortlich gemacht, der mehrere Fahrer aus dem Rennen riss. Die Folge war eine doppelte Long-Lap-Strafe für das nächste Rennen in Brünn, nachdem Martin die Kontrolle verloren hatte und dabei Teamkollege Marco Bezzecchi, Aprilia-Satellitfahrer Raul Fernandez sowie Fermin Aldeguer von Gresini mitnahm.
Auch wenn Martins Punkte-Situation am Sonntag nicht direkt durch Bezzecchi beeinflusst wurde, ist der Zeitpunkt der Strafe ein herber Rückschlag für seine Titelhoffnungen. Der Spanier war zu Beginn der Saison 2026 ein konstanter Spitzenreiter: In neun der ersten zehn Rennen (inklusive Sprints) landete er in den Top fünf. Nun aber hat er in seinen letzten fünf Auftritten drei crashbedingte DNFs erlitten, und die Strafe in Brünn erschwert seinen Comeback-Plan zusätzlich.
Martins Selbstvertrauen ist weiterhin deutlich. Er ist der Ansicht, er sei „besser als Bezzecchi“ und glaubt, dass er den 20-Punkte-Rückstand aufholen kann – vor allem „als Weltmeister“. Doch dieselben Quellen, die seine Strafe beschrieben, machten auch auf eine Regeländerung im MotoGP aufmerksam, die diese Aufgabe möglicherweise schwieriger macht.
Die MotoGP-Teams haben sich darauf verständigt, den Abstand im Grid zu vergrößern, um die Sicherheit beim Start zu verbessern. Ab dem Großen Preis von Deutschland wird der Abstand zwischen jeder Reihe um drei Meter erweitert. Der praktische Effekt: Das Fahrerfeld wird sich zwar weiterhin zusammenschieben, aber durch die größere physische Distanz wird es schwieriger, sich von einer schlechten Qualifying-Position zu erholen, sobald das Rennen beginnt.
Der Bericht weist zudem darauf hin, dass Martins Muster in 2026 bereits zeigt, dass das Qualifying ein Schwachpunkt ist: Er stand in dieser Saison nur einmal von der ersten Startreihe aus, und seine durchschnittliche Startposition liegt bei 6,5 – im Vergleich zu Bezzecchis 3,9. Mit dem neuen Grid-Abstand, der den Wert der Samstag-Performance erhöhen soll, deuten die Quellen darauf hin, dass Martins Comeback-Fahrten – bei denen er in den sechs Grands Prix, die er beendete, 20 Positionen gutgemacht hat – in Zukunft womöglich komplizierter werden.