JORGE MARTIN ERKLÄRT APRILIA-SCHWÄCHE NACH DEM SPRINT IN BALATON
3d ago·

Jorge Martin ordnete nach dem MotoGP-Sprint in Balaton Park die Leistung der Aprilia RS-GP ein. Der 2024er Weltmeister sagte, dass die Besonderheiten der Strecke – insbesondere die langsamen, „stop-and-go“-Passagen – eine Schwäche des 2026er Aprilia-Pakets sichtbar gemacht hätten. Während Marc Marquez an diesem Tag Martins Rekord von 18 Sprint-Siegen einstellte, konnte Martin in Balaton Park nur den sechsten Platz retten.
Martin startete von Rang acht auf einem Kurs, der das Überholen besonders schwierig macht. Schon im ersten Abschnitt habe er sich laut eigener Aussage nicht sofort orientieren können: „Ich bin mitten im Feld gestartet und wusste in der ersten Kurve nicht wirklich, wohin ich soll.“ Dadurch habe er früh Positionen verloren. Zwar gelang es ihm, einige Fahrer zügig zu überholen, doch als er auf Diogo Moreira traf, lief es nicht wie geplant. „Als ich bei Diogo ankam, bremste er viel später, als ich erwartet hatte. Ich war schon drin, also bin ich draufgegangen und musste den Shortcut nehmen.“ Der Abkürzer habe seiner Rennroutine geschadet: „Das war nicht gut für mein Rennen, weil ich eine Sekunde verloren habe und den Anschluss an das nächste Paket.“
Später konnte Martin zwar wieder an die Gruppe heranfahren, doch ein weiterer Fehler bremste ihn erneut aus: „Dann bin ich in Kurve 15 wieder zu weit rausgekommen. Das ist die Konsequenz davon, dass ich nicht wirklich ein gutes Gefühl hatte. Das Hinterrad ist nicht schlecht, aber ich habe guten Grip vorne.“
Auch über die Aprilia-Eigenschaften sprach Martin klar. Er erklärte, dass die langsamen Stop-and-Go-Kurven der Maschine nicht erlauben, ihre aerodynamischen Vorteile auszuspielen. „Es scheint, dass wir beim Loslassen der Bremse ein bisschen die Linie verlieren. Ich denke, mit weniger Downforce in den langsamen Kurven haben wir Probleme, einzulenken.“ Gleichzeitig betonte er den positiven Gegenpol: „Im zweiten Streckenabschnitt, wo es viel Downforce gibt, sind wir super-kompetitiv.“
Teamkollege Marco Bezzecchi wurde in Balaton Park als bester Aprilia-Fahrer Dritter, konnte jedoch weder Marc Marquez im Ducati-Rennen noch Pedro Acosta auf dem KTM herausfordern. Martin erwartet für das Rennen am Sonntag eine Reaktion: „Wir müssen die Reifen ein bisschen mehr arbeiten lassen, aber normalerweise machen wir von Samstag auf Sonntag einen Schritt. Ich hoffe, dass wir es für morgen schaffen.“ Vor dem Grand Prix liegt Martin 20 Punkte hinter dem Führenden.