LUCA MARINI HÄLT PLATZ FÜNF NACH BALATON-STARTCHAOS FEST
2d ago·
Luca Marini holte für Honda beim fünften Platz auf dem Balaton Park Circuit 11 WM-Punkte – sein bestes Einzelergebnis der Saison 2026. Vom neunten Startplatz aus arbeitete sich der 28-Jährige – Halbbruder von MotoGP-Ikone Valentino Rossi – trotz einer chaotischen Anfangsphase, die sich direkt vor ihm abspielte, nach vorn.
Marini sagte, er habe den Zwischenfall kommen sehen und erwartet, dass es eskalieren würde. „Ich habe es ganz klar gesehen, sie wollten sich gegenseitig rausdrücken“, erklärte er. Um eine Kollision zu vermeiden, musste er hart bremsen und nach innen ausweichen. Obwohl er „eigentlich mit einer roten Flagge gerechnet“ habe, ging das Rennen weiter. Er ergänzte, dass in der folgenden Runde noch Teile und etwas Flüssigkeit auf der Strecke gelegen hätten und er an der betroffenen Stelle beinahe das Vorderrad verloren hätte. Jack Miller ging ihn anschließend dort vorbei.
Ab diesem Zeitpunkt beschrieb Marini, wie viel Zeit er hinter Miller einbüßte. Er sagte, Miller habe „wirklich alles gegeben“, und Marini habe zwei Runden lang den weichen Hinterreifen hart arbeiten lassen müssen, um den Druck hochzuhalten und zu versuchen, an ihm vorbeizukommen. „Ich wollte es Ogura so schwer wie möglich machen“, sagte Marini und bezog sich dabei auf den japanischen Trackhouse-Aprilia-Piloten Ai Ogura, den er in der Schlussphase letztlich ziehen lassen musste. Marini erklärte außerdem, warum er den Move nicht komplettieren konnte: „Wenn du die Linie innen zumachst, fährt der Gegner außen durch.“
Mit Blick auf sein Rennen bezeichnete Marini es als „grundsätzlich ein gutes“. Er hob hervor, dass das Team das Motorrad verbessert habe. Außerdem sagte er, er habe sich am Anfang des Tages mehr Potenzial gefühlt, aber in den letzten fünf Runden habe er sich „wehrlos“ gefühlt. Dennoch blieb er realistisch mit dem Ergebnis. „P5 ist gut, aber die kam nur zustande, weil vier Fahrer gestürzt sind“, sagte er. Ohne diese Zwischenfälle hätte er seiner Ansicht nach wahrscheinlich wieder um Platz neun gekämpft.
Marini ordnete auch die größere Leistungsbilanz ein. Er sagte, Honda liege tendenziell gut auf neuen Reifen und frischen Strecken, aber mit zunehmender Datenmenge würden auch die anderen Hersteller besser. Er deutete an, dass der Belaton-Park-Asphalt eine Rolle gespielt haben könnte, und sagte: „Ich glaube auch, dass sie mit dem Asphalt keine gute Arbeit gemacht haben.“ Zudem erwähnte er ein „Missverständnis“ mit den Streckenbetreibern: Man habe darüber gesprochen.
Durch das Ergebnis ist Marini in der Gesamtwertung zum bestplatzierten Honda-Piloten aufgestiegen.