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MARC MÄRQUEZ DEUTET ACOSTAS DUCATI-WECHSEL FÜR 2027 NACH HUNGARISCHER SPRINT-DUELL AN

2d ago·

🇬🇧

Marc Marquez hat nach dem Sprint beim Ungarn-Grand-Prix am Balaton Park praktisch bestätigt, dass Pedro Acosta ab 2027 auf eine Ducati wechseln wird. Der Repsol-Honda-Star blickte dabei nicht nur auf den direkten Duellverlauf zurück, sondern machte auch deutlich, wie sehr ihn der Generationenwechsel im Fahrerfeld beschäftigt – und wie schnell junge Talente die Spitze übernehmen.

Im Anschluss an den Sprint stellte Marquez bei DAZN klar, dass Acosta als nächster großer Name auf dem Weg nach oben ist. Er verwies auf den Altersabstand zwischen den Spaniern und darauf, dass der sportliche Übergang in der MotoGP zwangsläufig passiert: „Ich habe mir heute die vordere Reihe angeschaut und gesehen, dass Acosta 10 Jahre jünger ist als ich – und Fermin [Aldeguer] 11. Das heißt, dass junge Leute nachrücken, das ist ein natürlicher Wechsel im Leben. Alle Athleten haben ihren Moment – das betrifft manche mehr, andere weniger. Aber es ist natürlich, dass junge Leute dich nach und nach nach vorne drängen. Irgendwann drücken sie dich dann zur Seite.“

Marquez machte zudem seine frühere Aussage aus dem Mugello-Umfeld erneut zum Thema. Dort hatte er sich offenbar darüber gefreut, dass Acosta noch nicht auf einer Ducati sitzt: „Es gibt einen großartigen Acosta… ich habe es in Mugello schon gesagt, zum Glück fährt er noch nicht Ducati – zumindest noch nicht!“

Hintergrund der Spekulationen: Ducati soll bereits seit längerer Zeit planen, Acosta zu verpflichten, um die Partnerschaft für die Zeit nach Francesco Bagnaia neu auszurichten. Laut den Berichten verlor das Team demnach nach einer schwächeren Phase Bagnaia gegen Ende der 2025er Saison das Vertrauen und wollte die Gelegenheit nutzen, Acosta zu sichern. Acosta läuft bei KTM bis zum Ende von 2026 aus, und es hieß, Ducati habe bereits eine Vereinbarung mit dem KTM-Rookie über einen Zweijahresvertrag getroffen. Eine offizielle Bestätigung durch Ducati steht jedoch noch aus, da man laut Bericht noch in Gespräche mit der MotoGP wegen eines neuen kollektiven kommerziellen Deals eingebunden ist.

Für Acosta bedeutet der Wechsel vor allem eines: weniger Probleme mit der Abstimmungs- und Konsistenzlage, die ihn in dieser Saison bei KTM immer wieder gebremst haben. Nach dem Sprint erklärte Acosta gegenüber DAZN (über Mundo Deportivo), warum es ihm auf dem KTM-Wochenende schwerfällt, das Potenzial über alle Sessions hinweg konstant abzurufen. „Hoffentlich kommt der Tag, an dem ich zweimal rausgehen kann und sich das Motorrad gleich anfühlt. Es stimmt, dass wir eine gute Saison haben und das erreicht haben, was mir letztes Jahr gefehlt hat.“

Er betonte, dass er inzwischen deutlich stabiler unterwegs sei: „Wir haben diese Konstanz erreicht – konstant in den Top fünf und mit wenigen DNFs, nur den einen in Barcelona mit Ogura im Langrennen.“ Gleichzeitig beschrieb er die Frustration, wenn sich das Bike zwischen Qualifying und Rennen unterschiedlich anfühlt: „Es ist sehr schwierig zu verstehen, warum wir gestern so gut waren und heute, obwohl wir mit demselben Motorrad rausgehen, schien alles anders. Und warum sich das Gefühl im Qualifying so unterscheidet.“

Im Rennen müsse er sich zudem erst mehrere Runden „herantasten“: „Im Rennen werde ich schnell, aber ich brauche drei oder vier Runden, um herauszufinden, wo die Grenzen des Motorrads sind und wie stark ich pushen kann. Wir brauchen ein stabileres Bike, damit wir uns aufs Fahren konzentrieren können.“

Damit rückt für Acosta der größte Unterschied zur Ducati in den Fokus: Ducati gilt als Team, das über ein Wochenende hinweg mehr Stabilität liefert. Marquez hatte zudem nach dem Mugello-Duell betont, dass Acosta – sobald er ein Titel-geeignetes Motorrad hat – eine echte Bedrohung sein wird. Für Ducati ist Marquez’ Zustimmung laut Bericht besonders wichtig gewesen, weil es im Januar auch hieß, er könne Acostas Wechsel blockieren – am Ende aber ließ er den Weg frei, wodurch sich auch VR46-Hoffnungen zerschlugen.

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