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MARC MÄRQUEZ SAGT, ER FÜHLTE SICH BEIM ITALIEN-GP „SCHLIMMER ALS GEDACHT“

31 May·

🇬🇧

Marc Marquez ist beim Italienischen Grand Prix in Mugello nach seiner Rückkehr von Verletzungen mit vielversprechender Performance in die Wochenendplanung gestartet, hat aber zugleich offen über die Grenzen seines Körpers gesprochen. Der Ducati-Werksfahrer hatte zuvor wegen Problemen an Schulter und rechter Hand/Arm mehrere Ausfälle hinnehmen müssen und war erst kurz vor dem Mugello-Wochenende wieder in den Rennbetrieb zurückgekehrt.

Ausgangspunkt der aktuellen Situation ist die Verletzungshistorie der vergangenen Monate: Marquez hatte sich nach einem Sturz in Indonesien 2025 eine Schulterverletzung zugezogen, bei der ein beschädigter Schraubenelement in der Folge Nervenprobleme in den frühen Rennen der Saison 2026 mit ausgelöst haben soll. Beim großen Sturz beim Le-Mans-Event im Rahmen des Sprints im Monat zuvor kam es dann zu einer weiteren Verschlechterung: Marquez stieg bei einem Highside in Turn 13 aus, nachdem er Luca Marini (Honda) zu halten versucht hatte. Die Folgen waren eine Fußverletzung sowie eine Operation, die sich auf sein anhaltendes Schulterproblem bezog. In der Folge verpasste er die letzten beiden Rennen und kehrte nun in Mugello zurück.

Am Freitag zeigte Marquez im Training eine solide Basis: Er fuhr die sechstschnellste Zeit und qualifizierte sich damit für Q2. In der Qualifikation erreichte er mit seiner besten Runde den vierten Platz und lag damit hinter Jorge Martin, Raul Fernandez und Marco Bezzecchi. Damit war er zugleich der bestplatzierte Ducati-Fahrer im Qualifying. Trotz dieser sportlichen Ergebnisse räumte Marquez jedoch ein, dass sein körperliches Gefühl nicht dem entsprach, was er sich nach den Eingriffen erhofft hatte. Er sagte, er habe sich „schlechter gefühlt als gedacht“ und berichtete von „neuen Aches and pains“, die er auf dem Motorrad kompensieren müsse. Laut seinen Aussagen war das positive Detail am Freitag, dass er kein „Tingling“ verspürt habe – ein Symptom, das typischerweise mit Nervenreizung zusammenhängt. Gleichzeitig habe er erwartet, in FP1 deutlich besser zu fühlen.

Marquez beschrieb als neuen Hauptfokus das „Rebuild“ seines Arms. Er verwies darauf, dass der Arm von sieben Operationen betroffen gewesen sei – vom Ellenbogen bis zur Schulter. Er betonte, dass Ärzte die genauen Zeitpläne nicht zuverlässig vorgeben könnten und er daher Schritt für Schritt herausfinden müsse, wo die Belastungsgrenze liegt. Dabei müsse er mit Vorsicht vorgehen, auch wenn das im Rennbetrieb schwer umzusetzen sei. Für das weitere Wochenende sagte er zudem, dass er theoretisch „schlechter“ werden könnte, weil er in rechten Kurven sowie in Richtungswechseln noch Zeit verliere. Gleichzeitig stellte er klar, dass er mental bereit sei, den Prozess zurück zu 100 Prozent zu durchlaufen – unabhängig davon, ob das in zwei Wochen, einem Monat oder zwei Monaten der Fall sein werde. Als Hinweis auf eine gewisse Anpassungsleistung nannte er, dass sein Körper bereits Zeichen zeige, dass er mit dem linken Arm kompensiere.

Neben den Aussagen zum Freitag und zur Qualifikation wurde auch die Sprint-Phase in Mugello thematisiert. Nach seinem Comeback hatte Marquez im Sprint einen starken fünften Platz erreicht. In einem DAZN-Interview nach dem Sprint erklärte er, er sei zwar zufrieden, müsse aber „settlen“ – also sich vorerst mit Ergebnissen im Bereich Top 5 abfinden. Er betonte, dass er nie wirklich mit solchen Resultaten zufrieden sei, aber aktuell bestimmte Zwischenziele feiern müsse: die Qualifikation für Q2, einen Start aus der zweiten Reihe und schließlich einen Top-5-Finish. Er verwies darauf, dass am Samstag vier Fahrer vor ihm ins Ziel gekommen seien und dass zudem Fermin Aldeguer und Pecco Bagnaia „auf dem Papier“ schneller seien. Sein Plan für den weiteren Verlauf sei, ruhig zu bleiben und mit Enthusiasmus zu starten, um die ersten Runden zu überstehen und dann in einen „comfortable pace“ zu finden.

Auch die Art, wie Marquez nach dem Sprint mit seinem Körper umgehen konnte, wurde als Indikator für die Heilung gewertet. In Berichten von Motorsport.com und Autosport sagte Marquez, das positivste Detail am Sprint sei gewesen, dass er seine Notizen nach dem Rennen wieder „by hand“ schreiben konnte. Er stellte das in Zusammenhang mit der Heilung der Nervenprobleme in seinem rechten Arm: Wenn er nach dem Rennen einen Stift halten könne, sei das ein gutes Zeichen.

Diese Entwicklung wurde in einem weiteren Bericht noch deutlicher: Marquez habe in früheren Rennen sogar nicht richtig schreiben können, weil seine Hand zitterte und er Koordination nicht sauber hinbekam. Er erklärte, dass er nach dem Sprint in Mugello wieder in sein Notebook schreiben konnte, während es zuvor „nichts“ gewesen sei. Er habe das mit seinem Coach sogar humorvoll kommentiert, weil das Schreiben wieder möglich gewesen sei – und bezeichnete das als „big step“.

Insgesamt zeichnet sich damit ein Bild ab, in dem Marquez sportlich bereits wieder in die vorderen Bereiche vorstößt, gleichzeitig aber körperlich noch nicht bei der gewünschten Verfassung ist. Seine Aussagen deuten darauf hin, dass er im Verlauf des Wochenendes noch mit Einschränkungen rechnen muss, aber die Rückkehr in den Rennrhythmus als Prozess versteht – mit dem erklärten Ziel, den Arm Schritt für Schritt wieder aufzubauen und die Belastungsgrenze im Rennen zu testen, ohne unnötige Risiken einzugehen.

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