DUCATI BESTÄTIGT MARC MÄRQUEZ-RÜCKKEHR ZUM ITALIEN-GP NACH MEDIZINISCHEM CHECK
27 May·

Die geplante Rückkehr von Marc Marquez zum MotoGP-Geschehen beim Großen Preis von Italien hat bei den Fans große Sorgen ausgelöst. Viele fragen sich, ob der amtierende Champion nach einer Verletzungsserie im Jahr 2026 zu früh zurückkommt.
Ducati bestätigte, dass Marquez im Starterfeld für den Italien-GP stehen wird, allerdings erst nach einem abschließenden medizinischen Check am Donnerstag. Die Entscheidung folgt einer schwierigen Phase, die mit einem heftigen Highside während des Le Mans Sprints begann. Dabei zog er sich einen gebrochenen Fuß zu, der operiert werden musste. Ducati erklärte außerdem, dass Marquez die französischen und katalanischen Rennen verpassen wird, während er sich zu Hause erholt.
Die Vorgeschichte zu seinem jüngsten Comeback ist kompliziert: Neben der Fuß-OP nach Le Mans war Marquez bereits für einen Eingriff wegen einer lockeren Schraube im rechten Arm vorgesehen, die seine Nerven am GP26 beeinträchtigt hatte. Zudem steht auch seine im Laufe der Saison erneut im Fokus gerückte Verletzung an der rechten Schulter, die er beim Indonesien-GP im vergangenen Jahr erlitten hatte. Seine Leistungen nach der Rückkehr ins Rennen wurden dabei als nicht mehr so scharf wie früher beschrieben.
Mit Blick auf den bevorstehenden Italien-GP stellt sich nun die Frage, ob sein Körper den Anforderungen von Mugello gewachsen ist. Die Strecke gilt als eine der körperlich härtesten im Kalender: Auf der Hauptgeraden sind Geschwindigkeiten von rund 360 km/h möglich. Das ist entscheidend, denn mangelnde Entschlossenheit – mental oder körperlich – kann gefährlich werden.
Marquez’ eigene Botschaft ist dabei konstant: Er sagt, er habe „nichts mehr zu beweisen“. Auf die Frage nach dem Druck, nach einer Serie von Stürzen weiter auf dem Bike zu bleiben, betonte er, er habe in der MotoGP nichts mehr zu beweisen. Gleichzeitig sorgt der Zeitpunkt seines Comebacks – möglicherweise nur 18 Tage nach dem Highside in Le Mans – bei vielen Beobachtern für die Frage, ob die Eile vom Fahrer selbst kommt oder von der Situation um ihn herum.
Auch der Meisterschaftskontext befeuert die Debatte: In einem Bericht wurde Marquez nach sechs GP auf Platz neun mit 57 Punkten eingeordnet – 83 Zähler hinter dem Führenden Marco Bezzecchi. Dabei wurde zugleich darauf hingewiesen, dass er schnell einen großen Rückstand aufholen müsste, wenn er um den Titel kämpfen will. Ein weiterer Bericht stellte ebenfalls fest, dass seine Rückkehr für seine Saison entscheidend sein könnte, auch wenn die Aufgabe sehr steil ist.
Ducatis Bestätigung brachte zudem Klarheit: Marquez wird in Mugello voraussichtlich gemeinsam mit Teamkollege Francesco Bagnaia fahren – erneut abhängig von der medizinischen Freigabe. Das Rennwochenende hat aber noch eine weitere Komplikation: Alex Marquez wird die nächsten beiden Rennen nach seinem Sturz in Katalonien verpassen. Ducati-Testfahrer Michele Pirro soll ihn in Mugello vertreten.
Jenseits der Boxengasse machen Fans ihrem Unmut Luft. Auf Reddit fasste ein Nutzer die Sorge drastisch zusammen: „Bestimmt ist das zu früh (wieder)?“ Andere stimmten in ähnliche Töne ein: Sie wollen Marquez fahren sehen, „aber zu welchem Preis“, und fordern ihn auf, sich auszuruhen statt „Geschichte“ zu wiederholen.
Nicht alle sind jedoch pessimistisch. Der frühere Weltmeister Kevin Schwantz brachte eine deutlich unterstützendere Sicht ein, als er nach Marquez’ Situation gefragt wurde. Schwantz sagte, wenn überhaupt jemand so früh wie in Mugello zurückkommen könne, dann sei es Marquez. Gleichzeitig betonte er, dass entscheidend sei, wie ernst die Probleme an Schulter und Fuß wirklich sind und wie schwierig es ist, nach einer Verletzung zurückzukehren. Er ergänzte, dass jede Verletzung alles noch schwerer macht, zeigte sich aber beeindruckt davon, wie Marquez nach drei harten Jahren ohne Sieg 2025 dominierte.
Vorerst bleibt die Rückkehr zum Italien-GP also unter Vorbehalt. Ducati hat den medizinischen Check als entscheidenden Faktor festgelegt, und die nächsten Tage werden zeigen, ob Marquez’ Comeback ein Schritt zurück zur Form ist – oder ein weiteres Risiko in einer Saison, die bereits stark von Verletzungen geprägt ist.