MASSIMO RIVOLA BETONT MARC MARQUEZ WEITER IM APRILIA-DOMINANZ-KONTEXT
2 Jun·

Beim Italienischen Grand Prix in Mugello hat Aprilia seinen Aufwärtstrend fortgesetzt: Marco Bezzecchi gewann vor seinem Aprilia-Teamkollegen Jorge Martin, während Ducati-Pilot Francesco Bagnaia das Podium komplettierte. Durch den Erfolg baute Bezzecchi seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf 17 Punkte gegenüber Martin aus. Auch in der Teamwertung blieb Aprilia klar vorn, mit 150 Punkten Vorsprung auf Trackhouse.
Nach einem weiteren starken Aprilia-Wochenende griff Teamchef Massimo Rivola ein Thema auf, das er bereits mehrfach betont hat: seine Hoffnung, dass Marc Marquez wieder in voller Stärke zurückkommt. Nach dem Rennen sagte Rivola, er „kann es kaum erwarten, dass Marc Márquez zu 100% fit ist“, und bezeichnete den siebenfachen Weltmeister als „einen Anreiz“ für Aprilia, „Risiken einzugehen“ und zu versuchen, ihn zu schlagen. Aus Rivolas Sicht gilt: „Er ist der stärkste Fahrer, den es gibt.“ Außerdem verwies Rivola auf die Situation aus dem vergangenen Jahr: „Bez“ sei „zu schnell unterwegs gewesen im Vergleich zum Fahrer vor ihm und habe den Abstand nicht richtig eingeschätzt“, und „das kann passieren“.
Rivolas Aussagen machten zudem deutlich, was er als Schlüssel zu Bezzecchis aktueller Form sieht. Nach dem Mugello-Sieg verglich er Bezzecchis Fähigkeit, unter Druck zu liefern, mit Jannik Sinner: Wie der Tennis-Weltranglistenerste liefert Bezzecchi seine beste Leistung, wenn die Erwartungen steigen. Rivola lobte Bezzecchis Reaktion auf Druck: „Was ich an Marco am meisten mag, ist seine Fähigkeit, genau dann das Beste aus sich herauszuholen, wenn der Druck steigt.“ Zudem sagte er, Bezzecchi sei „fast ein anomales italienisches Talent, vielleicht wie Sinner“, und: „Je höher die Erwartungen, desto besser gelingt es ihm, alles zu geben.“
Rivola zeigte auch auf, wie Bezzecchi mit dem Druckhöhepunkt des Wochenendes umging – nachdem er die Pole Position geholt hatte. Die Spannung „stieg zwangsläufig“, doch Bezzecchi sei „perfekt“ gewesen. Gleichzeitig betonte er die generelle Wettbewerbsfähigkeit von Aprilia: „Die Bestätigung ist, dass wir praktisch überall konkurrenzfähig sind“, mit „zwei starken Fahrern auf jeder Strecke“, die jeweils unterschiedliche Stärken einbringen. Mit Blick nach vorn zeigte sich Rivola zuversichtlich, mahnte aber zur Bodenhaftung: „Wir können mit Zuversicht nach vorn schauen, aber ohne unsere Demut zu verlieren“, und dass Aprilia „am Freitag oft nicht die Schnellsten“ ist, sich aber im Verlauf des Wochenendes steigert.
Da die Saison dieses Wochenende mit dem Ungarn-Grand-Prix weitergeht, will Aprilia die gezeigte Leistung in die nächste Runde mitnehmen.