MAVERICK VIÑALES BERICHTET VON SCHWIERIGEM BREMSEN NACH UNGLÜCKLICHEM RENNEN IN UNGARN
1d ago·
Der Ungarn-Grand-Prix von Maverick Viñales auf dem Balaton Park Circuit erwies sich trotz vereinzelter Wettbewerbsfähigkeit als schwieriger Test für Bremsmanagement und Reifenhandling. Vom 15. Startplatz aus kämpfte der KTM-Tech3-Pilot zwar durch eine chaotische erste Runde, verbrachte den Großteil des Rennens jedoch im Hinterfeld, wodurch er nur begrenzt Schwung aufbauen konnte.
Viñales sagte, dass die erste Hälfte des Rennens zunächst vielversprechend ausgesehen habe. „Etwa die Hälfte der Renndistanz war gut – ich fuhr in niedrigen 1:39ern, das war mein Ziel.“ Allerdings machte er ein klares Problem aus, als er gezwungen war, hinter anderen Fahrern zu fahren. In dieser Situation, so erklärte er, müsse er früher bremsen, aber das Motorrad würde nicht so stark verzögern, wie er es brauche. „Wenn ich hinter jemandem bin, muss ich ein bisschen früher bremsen. Das Bike stoppt nicht – ich muss sehr viel Druck auf den Vorderrreifen geben.“
Im weiteren Verlauf wurde der Kampf des Fahrers im Verkehr noch deutlicher. Gegen Ende blieb er schließlich hinter dem Ducati-Piloten Franco Morbidelli stecken, was seinen Rhythmus und seine Konstanz bei den Rundenzeiten zusätzlich beeinträchtigte.
Viñales’ Fazit für das Wochenende war, dass er sich am Limit bewegen müsse, um Leistung herauszuholen. „Das Gefühl, das ich habe, ist, dass ich immer am Limit fahren muss. Um die Rundenzeit zu machen, muss ich über das Limit gehen.“ Außerdem verwies er auf eine konkrete Anforderung an seine KTM: „Mit dieser KTM musst du aggressiv auf den Bremsen fahren – und ich habe im Moment nicht die Kraft dafür.“
Nach dem Rennen erhielt Viñales zudem eine zusätzliche Strafe. Die Rennleitung verhängte eine Zeitstrafe von 16 Sekunden, weil der Reifendruck zu hoch gewesen sei. Durch diese Korrektur lag er 48 Sekunden hinter dem Sieger. Gleichzeitig bedeutete das auch, dass Cal Crutchlow (Honda), der einen größeren Rückstand aufzuholen hatte, nicht mehr in die Punkte vorrücken konnte.
Mit Blick auf das nächste Rennen sagte Viñales, er versuche zu verstehen, warum Pedro Acosta in Ungarn so stark gewesen sei. Dabei stellte er fest, dass Acosta Zeit an den Bremsen gewinnt. „Ich sehe, dass er an den Bremsen sehr viel Zeit gutmacht. Ich muss verstehen, wie ich das Motorrad besser zum Stehen bringe – das ist entscheidend.“ Mit einer freien Woche vor dem nächsten Lauf in Brno zeigte er sich optimistisch: „In den Rennen fange ich langsam an zu verstehen, wie man dieses Bike schnell fährt.“