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MIR: „Jedes Ergebnis ändert nichts – ich verlasse Honda“

17 May·

🇮🇹

Joan Mir hat nach dem Großen Preis von Barcelona erneut Klartext gesprochen: Für ihn ändert ein gutes Ergebnis nichts mehr an seiner Entscheidung, Honda am Saisonende zu verlassen. Der Spanier feierte in dieser Saison einen seltenen Moment auf dem Podium – doch der zweite Platz steht laut Bericht weiterhin unter Vorbehalt.

Mir erklärte, warum er sich trotz des Podiums nicht mehr in der Lage sieht, dauerhaft um Spitzenplätze zu kämpfen. Er betonte, er kenne seine Leistungsgrenzen und sei „immer am Limit“, könne aber nicht über einen langen Zeitraum konstant um das Podium fahren. In seinen Worten: „Du kannst nicht 22 Rennen lang unter diesen Bedingungen um das Podium kämpfen.“ Damit machte er deutlich, dass die Rahmenbedingungen mit dem Motorrad aus seiner Sicht nicht ausreichen, um über die gesamte Distanz und über viele Rennen hinweg mit genügend Reserve zu attackieren.

Auch die Einordnung seines Podiums fiel bei Mir zwiespältig aus. Er sprach davon, dass er sich in den ersten Saisonrunden oft das Potenzial für die Top fünf erarbeitet habe, aber nicht immer daraus habe Kapital schlagen können. In Barcelona habe er jedoch nie aufgegeben und das Ziel erreicht, das er sich für die ersten fünf Rennen gesetzt hatte. Gleichzeitig ordnete er ein, dass der Kurs nicht unbedingt zu den Stärken des Honda-Pakets gehört, er aber „schnell“ gewesen sei.

Der Bericht verweist darauf, dass es in Barcelona ein chaotisches Rennen gewesen sei. Mir schilderte, dass die Situation für die Fahrer psychologisch schwierig war, weil einige Fahrer im Krankenhaus gelandet seien und trotzdem weiter gefahren würden. Er sagte, man könne sich nicht „für so etwas trainieren“, sondern brauche Erfahrung, um mit solchen Ereignissen umzugehen. Besonders hob Mir hervor, dass „hier in Barcelona immer etwas zum Start passiert“ – und nannte als Beispiele Binder und ihn selbst im aktuellen Rennen sowie ein ähnliches Geschehen im Vorjahr. Er forderte deshalb, man müsse darüber nachdenken, wie man die erste Kurve sicherer gestalten kann. Er ging sogar so weit, dass er das Risiko am Start als sehr hoch bezeichnete: „Drei Starts heute waren ein sehr großes Risiko.“

Sportlich ordnete Mir seine Positionierung hinter Pedro Acosta ein. Er ließ Acosta in der Anfangsphase die Arbeit machen und blieb in der Nähe, ohne zu hart pushen zu müssen, weil sie zeitweise ähnlich unterwegs gewesen seien. Beim Überholen habe er sich Zeit gelassen, um keine Fehler zu riskieren: „Ich wollte vermeiden, dass ich stürze und Fehler mache. Ich konnte nicht noch einmal stürzen.“ Er deutete an, dass ein Kampf um den Sieg möglich gewesen wäre, stellte aber klar, dass man dafür erst die Basis schaffen müsse.

Neben dem Rennen selbst sprach Mir auch über die Zukunft und die Frage, ob er mit dem Honda künftig häufiger um das Podium kämpfen könne. Seine Antwort fiel skeptisch aus: Er müsse dafür zu viele Risiken eingehen, und „man kann das nicht für 22 Rennen jede einzelne Runde“. Er forderte Verbesserungen, damit er mit mehr Spielraum fahren und dann „wirklich auf Augenhöhe“ konkurrieren könne.

Der zweite Platz ist zudem noch nicht endgültig. Laut Bericht wurde Mir eine 16-Sekunden-Strafe offiziell auferlegt, wodurch der zweite Platz zunächst aberkannt wurde und er aktuell auf dem letzten Platz geführt wird. Gleichzeitig hieß es, die Untersuchung zu seinem Reifen-Druck sei noch nicht abgeschlossen. Mir zeigte sich dennoch überzeugt, dass der Podiumsplatz ihm zustehe: „Ich fühle, dass dieses Podium meins ist.“ Er sagte, er wisse nicht, was mit dem Druck passiert sei, und habe aus seiner Sicht alles korrekt gesehen.

Abseits der sportlichen Bewertung bestätigte Mir erneut seine Trennung von Honda: Er habe „bei Jerez“ entschieden, zu gehen, und verwies darauf, dass man bald erfahren werde, wohin es ihn zieht. Bis zum Saisonende wolle er aber erst einmal das Podium genießen – und betonte, dass die Entscheidung bereits gefallen sei.

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