JOAN MIR KRITISIERT REIFENDRUCK-STRAFE IN BARCELONA
28 May·
Joan Mir ist mit viel Selbstvertrauen nach Italien gereist, nachdem ein dramatisches Rennwochenende in Barcelona am Ende nicht seine tatsächliche Pace widerspiegelte. Der Honda-Werkspilot hatte das Chaos des Grand Prix auf Rang zwei beendet, fiel aber wegen eines technischen Problems im Zusammenhang mit dem Reifendruck auf den 13. Platz zurück. Laut Bericht war Mirs Vorderreifen um 0,004 bar zu niedrig, und die Strafe nahm ihm einen Großteil des Schwungs, den er sich über den Tag aufgebaut hatte.
Trotz des Rückschlags betonte Mir, dass das Wochenende die Wettbewerbsfähigkeit der RC213V gezeigt habe. „Natürlich war das, was am Sonntag nach dem Rennen passiert ist, enttäuschend, aber ich konnte ein starkes Wochenende zeigen“, sagte er. „Wir kommen mit viel Motivation und Selbstvertrauen nach Italien. Unser Wochenende in Barcelona ist sehr stark zu Ende gegangen, und ich möchte diese Dynamik ins Mugello-Wochenende mitnehmen.“
Mir räumte ein, dass Mugello nicht unbedingt die Strecke ist, die zu seinem Paket am besten passt. Gleichzeitig verwies er darauf, dass Honda dort in der Vergangenheit oft Schwierigkeiten hatte – und zeigte sich deshalb vorsichtig optimistisch, dass das Team die richtige Balance finden kann. „Die Strecke gehört nicht zu unseren stärksten, aber da Honda in Barcelona normalerweise auch ein bisschen im Kampf ist, denke ich, dass wir optimistisch sein können“, sagte er. Entscheidend werde sein, alles zusammenzubringen, und auch die richtige Startposition könne einen entscheidenden Unterschied machen – ein Hinweis darauf, wie sich das in mehreren jüngeren Wochenenden bereits gezeigt habe.
Auch die Strafe in Barcelona wurde zum Gesprächsthema. Mir stellte die Härte der Sanktion infrage und bemerkte, dass mehrere Fahrer untersucht wurden. „Das war eine harte Strafe. Für fast nichts eine 16-Sekunden-Strafe in einem kurzen Rennen mit zwei Restart(s) – vielleicht sollte man das hinterfragen“, sagte der 28-Jährige. Er erklärte, dass in Barcelona sechs Fahrer geprüft wurden, statt der üblichen kleineren Zahl, und deutete an, dass es dafür einen Grund geben müsse, der auch für die Zukunft betrachtet werden sollte. „Die Strafe war einfach sehr hart. In Bezug auf die Leistung hatte ich keinen Vorteil.“
Neben dem Reifendruck-Vorfall sprach Mir auch einen schwierigen Abschnitt der Saison an. Der Bericht hält fest, dass er neben einer Rückenverletzung in Barcelona in den ersten sechs Rennen 2026 viele Stürze hatte. In der Fahrerwertung liegt er auf Platz 18 mit 11 Punkten. „Ich bin im Moment nicht in der besten Situation“, sagte Mir. „Aber die Saison ist lang und wir haben Zeit, uns zu verbessern. Ich glaube, in vielen Momenten war es für uns unglücklich – auch das, was bei den Stürzen in den Rennen passiert ist.“
Mit Blick auf die Zukunft kommentierte Mir außerdem eine mögliche Regeländerung für 2027, die diskutiert wird: Jeder Fahrer soll nur noch ein Motorrad statt zwei einsetzen. „Wenn ich nur ein Bike habe und die anderen zwei, dann ist das nicht gut. Wenn alle nur eins haben, dann ist es okay“, scherzte er. Er verglich das mit seiner Erfahrung in Moto2 und Moto3, wo er ebenfalls nur ein Motorrad hatte, und sagte, dass das kein Problem gewesen sei.
Mit Mugello als nächstem Ziel ist Mirs Fokus klar: die positive Pace aus Barcelona in Ergebnisse umwandeln – und hoffen, dass die Umstände des Wochenendes sowie die technischen Details diesmal auf seiner Seite sind.