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MUGELLO ZEIGT HONDA-MANGEL AN LEISTUNG GEGENÜBER DEN MOTOGP-RIVALS

2 Jun·

🇬🇧

Joan Mir (Honda Factory Racing) hat nach dem Italienischen Grand Prix in Mugello erneut betont, dass die aktuellen Leistungsdefizite von Honda auf bestimmten Strecken besonders deutlich zutage treten. Der Spanier verwies darauf, dass Mugello eine Art „Realitätscheck“ sei, der die Lücke zu den MotoGP-Rivalen offenlege. Nach einem Lauf, der Honda zuletzt wieder näher an die Spitze gebracht hatte, war das Wochenende in Italien für das Werksteam deutlich schwieriger.

Mir ordnete die Lage vor allem als Folge der zurückhaltenden Entwicklungsarbeit ein. Er sagte, dass HRC bei Updates „zu konservativ“ vorgehe. Wenn bei Tests nicht regelmäßig neue Verbesserungen kämen, während die Konkurrenz weiter Fortschritte mache, werde der Abstand zur Spitze mit jedem Schritt größer. Auf Strecken wie Mugello zeige sich diese Entwicklung besonders stark, weil die Unterschiede in der Performance im Vergleich zu Herstellern wie KTM, Aprilia und Ducati klar sichtbar würden.

Im Rennen und Qualifying konnte Honda in Mugello insgesamt nicht an die zuletzt bessere Form anknüpfen. Mir selbst wurde als nächstbester Honda-Fahrer auf Rang 12 gewertet, nachdem er von Startplatz 15 aus ins Rennen gegangen war. Für Honda war damit ein weiterer Rückschlag verbunden, während zuvor beim Catalan Grand Prix noch ein Podestplatz möglich gewesen war. Dort hatte es allerdings nach dem Rennen eine Strafe wegen eines zu niedrigen Reifendrucks gegeben, die den Verlauf beeinflusste.

Während Mir mit 12 als bestes Honda-Ergebnis im Mittelfeld blieb, zeigte sich der LCR-Neuzugang Diogo Moreira als Lichtblick: Er beeindruckte mit Rang acht in der Qualifikation und sammelte in beiden Rennen jeweils Top-10-Platzierungen. Moreira habe dabei früh im Sprint eine starke Position eingenommen und sei zeitweise ganz vorne mitgefahren.

Mir stellte zudem klar, dass er den direkten Vergleich mit der Konkurrenz als strukturelles Problem sieht, nicht als reines Ergebnisglück. Er hoffe, dass die Situation in Ungarn besser werde, da der Kurs möglicherweise eher zu seinem Motorrad passe und er dort mehr Punkte holen könne.

Abseits der reinen Performance sprach Mir auch über eine Szene mit Raul Fernandez. Beim Grand Prix kam es zu einem Kontakt bzw. zu einer Situation, in der Fernandez nach einem Fehler in Kurve 1 zurückfiel. Mir zeigte sich jedoch nicht verärgert: Er erklärte, dass Fernandez Risiken eingehen müsse, um sich für einen Vertrag zu empfehlen. Er ordnete das Überholmanöver als nachvollziehbar ein, auch weil Fernandez auf einem der schnelleren Motorräder im Feld unterwegs sei und daher bei Startpositionen wie P12 oder P15 gegenüber den dahinterliegenden Fahrern Vorteile haben könne.

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