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JOAN MIR WARNT: PODIUMS WIE IN KATALONIEN SIND NICHT JEDES WETTREN FÜR IHN MÖGLICH

19 May·

🇬🇧

Joan Mir hat nach dem MotoGP-Rennen in Barcelona eindringlich gewarnt, dass ein Podiumsplatz nicht in jedem Rennen auf die gleiche Weise erreichbar ist. Der Honda-Pilot fuhr im neu gestarteten 12-Runden-Rennen beim Grand Prix von Katalonien, das wegen zweier schwerer Zwischenfälle zweimal unterbrochen wurde, auf den zweiten Platz. Obwohl das Ergebnis im Nachhinein wegen einer Strafe nicht vollständig in den offiziellen Aufzeichnungen blieb, war es für Mir und Honda der erste Podiumsplatz der Saison.

Mir erklärte, dass sein Weg zum zweiten Platz extrem grenzwertig gewesen sei. Er habe „sehr am Limit“ fahren müssen, um früh in den Kampf um die vorderen Positionen zu gelangen. Gleichzeitig betonte er, dass man mit einem solchen Fahrstil nicht jedes Wochenende um das Podium kämpfen könne: „Man kann nicht jedes Rennen um ein Podium kämpfen, wenn man so fährt.“ Seiner Einschätzung nach sei es realistischer, mit dem aktuellen Ansatz regelmäßig in den Bereich der Top 6 oder Top 7 zu kommen. Für den „letzten Schritt“ gegen die schnellsten Fahrer brauche es jedoch weitere Verbesserungen am Motorrad und/oder im Abstimmungs- und Fahrkonzept.

In seinem Rückblick auf das Rennen ordnete Mir die entscheidenden Momente ein. Er sprach davon, dass er in der Phase hinter Pedro Acosta besonders fokussiert gewesen sei, weil er sich zunächst darauf konzentrierte, Fehler zu vermeiden und nicht zu früh zu riskieren. Mir ließ Acosta in den Anfangsphasen „die harte Arbeit“ machen und konnte sich dadurch zunächst in einer ähnlichen Fahrweise an den KTM-Piloten hängen. Später wurde es jedoch schwieriger, dem Tempo und der Linie von Fabio Di Giannantonio zu folgen, als der VR46-Ducati-Fahrer eine andere Art zu fahren zeigte.

Der Honda-Fahrer sieht einen konkreten Zeitverlust als Schlüsselpunkt: Er habe „zu lange“ gebraucht, um Acosta zu überholen. Dabei habe er jedoch bewusst ruhig bleiben wollen, um nicht zu stürzen. Als Di Giannantonio ihn schließlich überholte, erkannte Mir, dass sich in der Gruppe ein Abstand aufbaute und dass Fermín Aldeguer näherkam. In dem Moment, als Aldeguer näher rückte, entschied sich Mir zum Überholen von Acosta, um die Position zu sichern. Mir räumte aber ein, dass er im direkten Kampf um den Sieg gegen Di Giannantonio möglicherweise „etwas mehr“ gebraucht hätte, um länger dranbleiben und den Rennverlauf stärker beeinflussen zu können.

Trotz der Enttäuschung über die nicht ganz ausgeschöpfte Chance zeigte sich Mir insgesamt zufrieden, weil der Podiumsplatz in Barcelona zustande kam. Er stellte zudem klar, dass der Circuit nicht unbedingt die beste Strecke für Honda sei, und hob hervor, dass das Team dennoch ein sehr gutes Rennen hinbekommen habe.

Sportlich gewann Di Giannantonio das Rennen. Mir wurde Zweiter, allerdings mit einer nachträglichen Zeitstrafe von 16 Sekunden wegen eines Reifenluftdruck-Verstoßes. Damit wurde das Resultat zwar „aus den Rekordbüchern gestrichen“, der Podiumscharakter für Mir und Honda blieb in der Wahrnehmung des Rennverlaufs dennoch bestehen. Insgesamt verbindet Mir seinen Erfolg mit der Erkenntnis, dass die aktuelle Performance zwar für Spitzenresultate reicht, aber nur unter maximalem Risiko – und dass für eine wiederholbare Podiumschance künftig mehr nötig ist.

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