MORBIDELLI: «VERBESSERE NICHT, WAS MIR FEHLT»
21 May·
Franco Morbidelli steht bei VR46/Ducati in der MotoGP-Saison 2025 vor einer deutlich anderen Ausgangslage als noch im Vorjahr. 2025 war der 2020er Vizeweltmeister laut Speedweek über weite Strecken auf Augenhöhe mit seinem Teamkollegen Fabio Di Giannantonio: Beide fuhren regelmäßig in die Top-5, am Saisonende belegten „Diggia“ und „Morbido“ die Plätze 6 und 7 in der Gesamtwertung. In dieser Saison hat sich das Kräfteverhältnis jedoch verschoben: Di Giannantonio kontrolliert die Situation klarer, während Morbidelli wiederholt Schwierigkeiten hatte. Zuletzt kam Morbidelli in Barcelona auf die Ränge 7 und 10, während Di Giannantonio im Grand Prix seinen zweiten MotoGP-Sieg einfuhr.
Als zentralen Punkt nennt Morbidelli fehlendes Vertrauen in das Motorrad – konkret in die Desmosedici. Er fährt in diesem Jahr eine GP25, während Di Giannantonio eine GP26 zur Verfügung hat. Zusätzlich kämpft Morbidelli mit mangelndem Grip am Hinterrad. Auf die Frage, ob der Barcelona-Test geholfen habe, einen Schritt nach vorn zu kommen, antwortete der VR46-Pilot: Der Test sei „nützlich“ gewesen. Der halbe Tag habe es ermöglicht, Dinge durchzugehen, die zuvor noch nicht ausprobiert werden konnten. Einige Lösungen hätten ihm gefallen; das Ergebnis sei positiv gewesen. Morbidelli betont dabei, dass er nicht unbedingt das direkt verbessern könne, was ihm am meisten fehle – nämlich der Grip –, er aber das Vertrauen in das Gesamtpaket stärken könne.
Dieses „Vertrauen aufbauen“ sieht er als entscheidenden Hebel für die nächsten Rennen. Der nächste große Schritt ist für ihn der Große Preis von Italien, der nächste Woche ansteht. Morbidelli will vor heimischem Publikum eine bessere Leistung als zuletzt abrufen. Er verweist darauf, dass Mugello für das Team besonders wichtig ist und dass es sein zweites Heimrennen in dieser Saison ist. Er zeigt sich zuversichtlich, die positiven Ansätze aus dem Test in die kommenden Veranstaltungen mitzunehmen.
Im Rahmen des Barcelona-Tests (18.5.) wurden unter anderem Pedro Acosta (1:38,767) vor Fabio Quartararo (+0,064) und Enea Bastianini (+0,117) geführt. Morbidelli belegte dabei den achten Platz, mit +0,361 auf Acosta. Insgesamt zeigt das Ergebnis, dass er im Testumfeld konkurrenzfähig war, die entscheidende Verbesserung im Rennen jedoch weiterhin an den Themen Grip und Vertrauen in das Motorrad gekoppelt bleibt.