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FRANCO MORBIDELLI STELLT ROSSI UNTER DIE GRÖSSTEN SPORTLER ALLER ZEIT

16 May·

🇬🇧

Beim Catalan Grand Prix sorgte ein überraschender Besuch für Aufsehen: Valentino Rossi war am Freitag in der Barcelona-Paddock-Umgebung zu sehen, obwohl er seit fünf Jahren nicht mehr im Vollzeit-Rennbetrieb steht. Der siebenmalige MotoGP-Weltmeister war damit nicht nur ein Blickfang für Fans, sondern auch ein willkommener Impuls für die Veranstalter – zumal das Wochenende zuvor bereits durch die verletzungsbedingte Absage von Titelverteidiger Marc Marquez stark beeinträchtigt worden war. Marquez war nur vier Tage vor dem Rennen ausgefallen, was sich laut Bericht bereits am ersten Tag der Streckenaktionen in Form leerer Plätze bemerkbar machte.

Rossi, der in dieser Saison eigentlich nicht als aktiver Rennteilnehmer eingeplant war, hatte zuletzt vor einigen Wochen eine Reise nach Jerez erwogen, um sein Team zu begleiten. Diese Pläne hatte er jedoch letztlich verworfen und stattdessen Barcelona als Ziel gewählt. Für Rossi war es damit seine erste Präsenz bei einem MotoGP-Rennen in dieser Saison.

In der VR46-Umgebung ist Rossi weiterhin eng verbunden: Mit Team VR46 ist er in der Premier Class präsent, außerdem fährt sein Halbbruder Luca Marini für Honda. Auch im persönlichen Umfeld bleibt Rossi ein zentraler Bezugspunkt – unter anderem für Franco Morbidelli, der als VR46-Fahrer am Freitag nach dem Training angesprochen wurde, was Rosss Anwesenheit für das Team bedeutet.

Morbidelli beschrieb den Wert von Rossi vor allem in der konkreten Rennumgebung. „Es ist sehr schön, mit Vale in allgemeinen zu sein, aber noch mehr in der Rennumgebung“, sagte der 31-Jährige. Der Unterschied liege darin, dass Rossi bei einem Grand Prix mehr Zeit habe, sich persönlich mit den Fahrern zu beschäftigen. Morbidelli erklärte, dass Rossi direkt auf die Strecke gehe und jede Bewegung analysiere. Dabei sehe er viele Dinge und Details, liefere viele Informationen, bringe „frische Luft“ und neue Ideen.

Laut Morbidelli sei diese Art der Unterstützung besonders hilfreich, weil Rossi seiner Einschätzung nach Details erkennen und auswerten könne, die nur wenige Fahrer so präzise wahrnehmen. Er betonte außerdem, dass Rossi im Rennwochenende offenbar „komplett frei“ sei – also mit Zeit, sich intensiv um die Fahrer zu kümmern. Gleichzeitig sei Rossi außerhalb der Rennstrecke häufig durch zahlreiche Verpflichtungen gebunden; Morbidelli sprach davon, dass er „95% der Zeit“ beschäftigt sei. Wenn Rossi jedoch an den Rennwochenenden auftauche, nehme er sich die Zeit für die Fahrer – und das sei ein „großes Gefühl“.

Auf die Frage, wo Morbidelli Rossi in der Rangliste der besten Sportler aller Zeiten einordnen würde, antwortete er mit einer klaren Einordnung. Er sagte, er würde Rossi nicht nur unter den Top 10 sehen, sondern „in den Top 5“ der besten Sportler der Geschichte. In seiner persönlichen Liste nannte Morbidelli Michael Jordan auf Platz eins, Lionel Messi auf Platz zwei und Valentino Rossi auf Platz drei. Als weitere Namen führte er Mike Tyson sowie den Golfer Tiger Woods an.

Damit verband sich der Besuch Rosss in Barcelona nicht nur mit einem symbolischen Moment für die MotoGP-Fangemeinde, sondern auch mit einem konkreten Austausch im Teamumfeld: Morbidelli stellte heraus, dass Rossi bei einem Grand Prix seine Rolle als Mentor und Analyst besonders intensiv ausfüllen kann. In einer Woche, in der die Absage von Marquez die Aufmerksamkeit zunächst gedämpft hatte, sorgte Rosss Präsenz zusätzlich für einen spürbaren Auftrieb – sowohl für die Stimmung im Paddock als auch für die Wahrnehmung des Wochenendes durch die Fans.

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